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        <title>FIfFKon42 - Keine Panik! Resilienz in der Polykrise</title>
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                <title>Ankommen</title>
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                <abstract>Ankommen, Hei&#223;getr&#228;nk und gute Kekse</abstract>
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                <title>Begr&#252;&#223;ungsworte</title>
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                <type>Kurzer Talk</type>
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                <abstract>Willkommen im Delphi</abstract>
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                    <person id='65'>Stefan H&#252;gel</person>
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                <title>Keynote: Wohin, K&#252;nstliche Intelligenz? Wege finden in der Polykrise</title>
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                <track>Programm</track>
                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Dieser Vortrag versteht sich als Einladung und Ermutigung, sich zu engagieren und je nach fachlichem Blickwinkel Beitr&#228;ge zu leisten, die in der Gesamtheit zu einer stimmigen Vision f&#252;r die Zukunft f&#252;hren und sich als Grundlage f&#252;r weitere Aktionen eignen.</abstract>
                <description>Die Lage ist widerspr&#252;chlich: Immer mehr Einzelpersonen sind fasziniert von den bewundernswerten Leistungen von K&#252;nstlicher Intelligenz, Institutionen jeglicher Art stellen sich auf den Einsatz von K&#252;nstlicher Intelligenz um. Zugleich h&#228;ufen sich erschreckende Nachrichten &#8211; von den Konsequenzen f&#252;r menschliche Kompetenz und Kreativit&#228;t, von der Unterminierung von menschlichen Entscheidungsprozessen und Verantwortung, von neuartigen, durch KI erm&#246;glichten Herrschaftsformen, vom unerh&#246;rten Ressourcenverbrauch der Technologie und von der allgemeinen Bedrohung durch quasi-autonome KI-Systeme. Die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung, die ungeheure Pr&#228;senz von Geld und Macht sowie die Uneinsichtigkeit von Teilen der Politik f&#252;hren bei vielen zu einem Gef&#252;hl von Ohnmacht und Resignation.

In dieser Lage sind alle Professionellen im Umfeld der Informationstechnik dringend aufgerufen, sich in der Diskussion um KI zu engagieren, die Technnologie f&#252;r Au&#223;enstehende verst&#228;ndlich zu machen und Kriterien f&#252;r ihren Einsatz zu entwickeln. Dabei muss klar sein: KI ist nicht gleich KI. Die Eigenschaften von herk&#246;mmlichen &#8222;kleinen&#8220; KI-Systemen unterscheiden sich wesentlich von den aktuellen _Large Language Models (LLMs)_, die hier im Fokus stehen.

_Menschenzentrierte K&#252;nstliche Intelligenz_ (human centric AI) steht f&#252;r die Hoffnung, die Belange der Menschheit in den Mittelpunkt zu stellen. Dem liegt ein Menschenbild zugrunde, bei dem der Mensch nicht isoliert betrachtet wird, sondern integriert in seiner Umwelt mit allen Lebewesen. KI-Systeme sollen dazu dienen, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und unsere Lebensm&#246;glichkeiten zu entfalten. Das betrifft Technikentwicklung und -nutzung. Die Frage ist nicht nur: &#8222;Was kann KI?&#8220;, sondern vor allem: &#8222;Wozu wollen wir KI nutzen?&#8220; und &#8222;Wo setzen wir f&#252;r KI Grenzen?&#8220;.

Menschenzentrierte KI findet sich zur Zeit in Ans&#228;tzen in Philosophie, Sozialwissenschaften und Politik. Die Herausforderung ist, sie zu konkretisieren und als Grundlage f&#252;r Technikentwicklung und -einsatz als _menschenzentrierte Systementwicklung_ methodisch umzusetzen. Das erfordert eine Erneuerung und Weiterentwicklung der Ans&#228;tze zur menschenzentrierten Systementwicklung der 80er und 90er Jahre. W&#228;hrend damals der Fokus auf sinnvolle Einbettung von Softwaresystemen in Arbeits- und Kommunikationsprozesse lag, geht es heute um den Schutz von menschlichen Belangen insgesamt.

Dazu ist eine neue Wertediskussion notwendig, die geeignet ist, sich &#252;ber Differenzen von Ethnien, Religionen, Ideologien und Weltanschauungen hinweg zu verst&#228;ndigen. Ausgangspunkte daf&#252;r sind Wertvorstellungen wie _Nachhaltigkeit_ und _Resilienz_, die heute immer st&#228;rker auch f&#252;r die Gestaltung und den Einsatz von IT-Systemen Bedeutung gewinnen.

Der Schl&#252;sselbegriff, um die &#220;berlebensbelange von Menschen im Zusammenhang mit Technikentwicklung und -Einsatz zu thematisieren, ist die _Konvivialit&#228;t_.

Dieser Vortrag versteht sich als Einladung und Ermutigung, sich zu engagieren und je nach fachlichem Blickwinkel Beitr&#228;ge zu leisten, die in der Gesamtheit zu einer stimmigen Vision f&#252;r die Zukunft f&#252;hren und sich als Grundlage f&#252;r weitere Aktionen eignen.</description>
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                    <person id='93'>Christiane Floyd</person>
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                <title>Keynote von Constanze Kurz</title>
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                <language>de</language>
                <abstract>Keynote von Constanze Kurz, Beirat des FIfF</abstract>
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                <abstract>Kurz Luft holen</abstract>
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                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Cyberpeace ist die Gegenposition zu Cyberkrieg und zur Digitalisierung des Kriegs &#252;berhaupt, Verschiedene Aspekte der Problematik werden im einst&#252;ndigen Cyberpeace-Slam beleuchtet, der aus 3 Kurzvortr&#228;gen von je 7 Minuten besteht plus Diskussion.</abstract>
                <description>Cyberpeace ist im engeren Sinne die Gegenposition zu allem, was unter Cyberkrieg subsumiert wird: Spionage, Sabotage, Propaganda, Desinformation, Destabilisierung und Terror mit den Mitteln der Digitalisierung und seit Neuestem der K&#252;nstlichen Intelligenz. Einzelne Cyberattacken k&#246;nnen schon gro&#223;e Sch&#228;den anrichten. Im gro&#223;en Ma&#223;stab und im Verbund mit Killerdrohnen oder selbst auch mit traditionellen Waffensystemen bilden sie eine besonders perfide Art der Kriegsf&#252;hrung. Die Forderung dagegen lautet kein Cyberkrieg, keine Digitalisierung des Kriegs, kein Krieg, sondern eine friedliche und f&#252;r alle Menschen lebenswerte Welt. Cyberpeace umfasst deshalb auch den Weg zum Frieden im Zeichen der fortschreitenden Digitalisierung. Verschiedene Aspekte der Problematik werden im einst&#252;ndigen Cyberpeace-Slam beleuchtet, der aus drei zugespitzten, unterhaltsam gestalteten und gern auch provokativen Kurzvortr&#228;gen von je 7 Minuten besteht plus etwa 30 Minuten Zeit f&#252;r Diskussion.

## Die Protagonist:innen und Vortr&#228;ge ##

**Jennifer Menninger &#8211; Killerroboter stoppen. Zum Stand der Regulierung von autonomen Waffen**
     Die internationale Gemeinschaft steht vor der Chance, in diesem Jahr Verhandlungen &#252;ber einen rechtlich verbindlichen Vertrag zu autonomen Waffensystemen zu beginnen. Wo steht dieser Prozess aktuell? Welche Positionen blockieren Fortschritte, und wie k&#246;nnen wir politischen Druck aufbauen, um eine internationale Regulierung zu erreichen?

**Marieke Petersen und Wiebke D&#246;nnebrink &#8211; Hackt kaputt, was euch kaputt macht?**
     Stell dir vor, du findest eine Software-Schwachstelle, meldest sie und eine Woche sp&#228;ter steht die Polizei vor der T&#252;r. Laptop, Telefon, smarter K&#252;hlschrank und Raspberry Pi: beschlagnahmt. Willkommen bei Spa&#223; mit &#167;202c. In anderen Staaten in der EU ist ethisches Hacken bereits legal, in Deutschland wird das Thema auf die lange (Regierungs-)Bank geschoben. Wir (Gesellschaft f&#252;r Informatik, LOAD und andere) haben daher Vorschl&#228;ge entwickelt, wie ein reformiertes Computerstrafrecht aussehen kann, und wollen diese mit euch diskutieren.

**Rainer Rehak &#8211; Schr&#246;dingers KI mit Todesfolge**
     KI-Systeme finden zunehmend Einsatz in bewaffneten Konflikten, etwa zur Zielauswahl im Gaza-Genozid durch Israel. Einerseits wird dann von hochmodernen &#8222;gezielten T&#246;tungen&#8220; oder &#8222;Pr&#228;zisionsschl&#228;gen&#8220; gesprochen, andererseits von ungenauen statistischen Blackbox-Systemen. Allerdings kann nicht beides gleichzeitig richtig sein &#8211; genau und ungenau. Der Kurzvortrag erl&#228;utert, wie der &#8222;KI&#8220;-Begriff offenbar strategisch mehrdeutig verwendet wird, um den KI-Einsatz einerseits zu rechtfertigen (Genauigkeit) und andererseits zivile Opfer als Ausnahmen und Fehler zu behandeln (Ungenauigkeit).

Moderation: Hans-J&#246;rg Kreowski und Margita Zallmann</description>
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                    <person id='28'>Hans-J&#246;rg Kreowski</person><person id='48'>Jennifer Menninger</person><person id='75'>Rainer Rehak</person><person id='83'>Wiebke D&#246;nnebrink</person><person id='97'>Marieke Petersen</person><person id='98'>Margita Zallmann</person>
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                <title>Musik: RBRT feat. Perplex (vintage synth / piano / electronic)</title>
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                <type>Konzert / Musik</type>
                <language>de</language>
                <abstract>A symphony of elements in the earthly realms, consciously disrupting human manufactured chaos.</abstract>
                <description>A symphony of elements in the earthly realms, consciously disrupting human manufactured chaos. Flowing across shifting planes, moving through the phases of an uncertain journey, the forces of nature collide and dissolve in their own rhythm. Melt into the fleeting moments of forced stillness that slowly reveal their own space. Overstimulated senses morphing into complete abandon, slowly, as a harmony of balance pushes its way, cutting through the dystopian noise.

- INTRO
- LANDSLIDE (piano / live)
- ROGUE WAVES / RAUE WELLEN (vintage synth / live)
- EXTENSION (electronic improv)</description>
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                <abstract>Austausch mit Musik.</abstract>
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                <abstract>Wiederkommen, Kaffee und wieder gutes Geb&#228;ck.</abstract>
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                    <person id='102'>Paula Menzel</person>
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                <title>Small AI &#8211; &#220;ber die Vorteile kleiner IT-Systeme</title>
                <subtitle></subtitle>
                <track>Programm</track>
                <type>Kurzer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Das Kernproblem von IT-Systemen und damit auch KI ist Gr&#246;&#223;e bzw. Komplexit&#228;t, aber es geht ja auch anders.</abstract>
                <description>In diesem Beitrag wird &#8222;Small AI&#8220; als Denk- und Designansatz vorgestellt, mit dem wir dem aktuellen fatalen &#8222;Bigger is better&#8220;-Trend bei der Entwicklung (generativer) KI entgegenwirken k&#246;nnen. Wir stellen verschiedene Dimensionen von &#8222;Small AI&#8220; vor: zun&#228;chst im Hinblick auf die Gr&#246;&#223;e der Modelle, da kleinere Modelle sowohl f&#252;r das Training als auch f&#252;r die Inferenz weniger Rechenressourcen ben&#246;tigen und somit einen geringeren &#246;kologischen Fu&#223;abdruck hinterlassen. Wir erweitern die Bedeutung von &#8222;Kleinheit&#8220; jedoch so, dass sie auch auf politische, epistemische und kulturelle Bereiche Anwendung findet. In diesem Sinne stellt &#8222;Small AI&#8220; einen alternativen Leitgedanken f&#252;r konviviale und postwachstumskompatible IT-Entwicklung dar, die sich auf low-tech und &#8222;small is beautiful&#8220; (E. F. Schumacher) st&#252;tzt. Der Beitrag m&#246;chte diejenigen, die mit bzw. f&#252;r KI gestalten inspirieren und stellt &#8222;Small AI&#8220; als einen reflektierten Technikpfad hin zu einer pluralen und lebenswerten Welt vor.</description>
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                    <person id='75'>Rainer Rehak</person>
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                <title>Digitale Zahlungsinfrastrukturen und die politische &#214;konomie der Bezahlkarte f&#252;r Asylsuchende in Deutschland</title>
                <subtitle></subtitle>
                <track>Programm</track>
                <type>Kurzer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Der Beitrag untersucht die Bezahlkarte f&#252;r Asylsuchende als digitale Zahlungsinfrastruktur und analysiert die Zusammenarbeit staatlicher Beh&#246;rden mit globalen Zahlungsunternehmen. Er zeigt, wie finanzielle Infrastrukturen zu Instrumenten migrationspolitischer Kontrolle werden und erweitert Debatten &#252;ber Digitalisierung und Autokratisierung um die politische Rolle globaler Zahlungsunternehmen.</abstract>
                <description>Debatten &#252;ber digitale Macht und autorit&#228;re Entwicklungen konzentrieren sich h&#228;ufig auf Big-Tech-Unternehmen. Deutlich weniger Aufmerksamkeit erh&#228;lt die Rolle globaler Zahlungsunternehmen, obwohl sie zunehmend digitale Infrastrukturen bereitstellen, &#252;ber die staatliche (autorit&#228;re) Politik umgesetzt wird. Ein Beispiel hierf&#252;r ist die 2024 eingef&#252;hrte Bezahlkarte f&#252;r Asylsuchende in Deutschland. Sozialleistungen werden dabei nicht mehr auf regul&#228;re Bankkonten, sondern auf eine Prepaid-Debitkarte &#252;berwiesen. Der Gro&#223;teil dieser Karten wird von Secupay verwaltet und &#252;ber Visa ausgegeben; weitere Bundesl&#228;nder nutzen Mastercard oder andere private Anbieter. Mit der Bezahlkarte entstand damit eine exklusive digitale Zahlungsinfrastruktur f&#252;r eine klar definierte Bev&#246;lkerungsgruppe, die gleichzeitig einen neuen Markt f&#252;r private Zahlungsunternehmen er&#246;ffnet.
Der Beitrag untersucht die neuen polit&#246;konomischen Arrangements, die aus der Zusammenarbeit staatlicher Beh&#246;rden und privater Zahlungsunternehmen entstehen. Er fragt, welche Folgen die Auslagerung migrationspolitischer Ma&#223;nahmen an private Zahlungsunternehmen f&#252;r die Gestaltung digitaler Zahlungsinfrastrukturen hat und wie sich staatliche Kontrolle dadurch ver&#228;ndert. Theoretisch kn&#252;pft der Beitrag an Arbeiten zur politischen &#214;konomie von Zahlungsinfrastrukturen, zu Financial und Predatory Inclusion sowie zum Immigration Industrial Complex an. Ich argumentiere, dass globale Zahlungsunternehmen eine bislang wenig beachtete Erweiterung dieses Komplexes darstellen. Migration wird dadurch nicht nur zum Gegenstand staatlicher Kontrolle, sondern zugleich zu einem neuen Markt f&#252;r Unternehmen, die digitale Kontroll- und Zahlungsinfrastrukturen entwickeln und betreiben.
Empirisch basiert der Beitrag auf Interviews mit Nutzer*innen der Bezahlkarte, Sozialarbeiter*innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, mehr als 200 internen Dokumenten deutscher Ministerien und Verwaltungsbeh&#246;rden sowie Vortr&#228;gen, Webinaren und Pr&#228;sentationen der beteiligten Unternehmen.
Die Analyse zeigt, dass die Bezahlkarte weit &#252;ber die Funktion eines Zahlungsmittels hinausgeht. Die technische Ausgestaltung der Karte &#252;bersetzt migrationspolitische Zielsetzungen in konkrete Einschr&#228;nkungen allt&#228;glicher finanzieller Praktiken. Einschr&#228;nkungen von Bargeld und &#220;berweisungen, regionale Nutzungsbeschr&#228;nkungen sowie Whitelists erm&#246;glichen neue Formen der Kontrolle, &#220;berwachung und Rationierung allt&#228;glicher finanzieller Handlungen. Finanzielle Exklusion ist dabei kein Nebeneffekt, sondern ein zentrales Gestaltungsprinzip der Infrastruktur.
Ich argumentiere, dass die Bezahlkarte als Containment Infrastructure verstanden werden kann: als digitale Infrastruktur, deren Funktion darin besteht, Mobilit&#228;t, finanzielle Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe gezielt zu begrenzen. Der Fall zeigt, wie digitale Zahlungsinfrastrukturen genutzt werden, um migrationspolitische Kontrolle technisch zu organisieren und finanzielle Handlungsm&#246;glichkeiten unterschiedlich zu verteilen. Er erweitert damit Debatten &#252;ber Digitalisierung und Autokratisierung um die bislang wenig beachtete Rolle globaler Zahlungsunternehmen und macht sichtbar, wie sich der Immigration Industrial Complex gegenw&#228;rtig um digitale Zahlungsinfrastrukturen erweitert.</description>
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                    <person id='85'>Alexandra Keiner</person>
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                <type>Kurzer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>P&#228;uschen f&#252;r K&#228;ffchen und Kekschen</abstract>
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                <title>Common Ground, Common Cloud &#8211; Community Data Center als Antwort auf Machtasymmetrien und Polykrise</title>
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                <track>Programm</track>
                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Rechenzentren (RZ) sind das physische R&#252;ckgrat vieler digitaler Anwendungen. Sie stehen an der Schnittstelle von Digitalisierung, Energieversorgung, Klimawandel, globalen Lieferketten und Sicherheitspolitik (Edwards et al., 2024). An Rechenzentren werden die Dynamiken der Polykrise besonders deutlich: Energieengp&#228;sse verteuern den energieintensiven Betrieb und erschweren gleichzeitig Klimaschutzma&#223;nahmen. Steigende Temperaturen und zunehmende Hitzeperioden erh&#246;hen den K&#252;hlbedarf von Servern und damit auch den Strom- und Wasserverbrauch. Zudem konkurrieren gro&#223;e RZ mit ihrem hohen Energie- und Wasserbedarf direkt mit den Bed&#252;rfnissen lokaler Akteur:innen und der Zivilgesellschaft. St&#246;rungen globaler Lieferketten und Handelseinschr&#228;nkungen durch geopolitische Konflikte wirken sich auf die Verf&#252;gbarkeit von Hardware und Ersatzteilen sowie auf Cyberrisiken aus. 
RZ sind Orte, an denen sich die Machtkonzentration einiger weniger Big-Tech-Unternehmen materialisiert (Brodie, 2023). Sie kontrollieren gro&#223;e Teile der digitalen Wertsch&#246;pfungskette, von Daten &#252;ber Algorithmen und Plattformen bis hin zur Recheninfrastruktur. Technologien und damit verbundene konventionelle Infrastrukturans&#228;tze von Big-Tech-Unternehmen tragen zur Rationalisierung und Verfestigung bestehender Herrschaftsstrukturen bei (Weizenbaum, 1978). Dabei sind die gesellschaftlichen Kosten und Nutzen von RZ weitestgehend ungleich verteilt. Lokale Gemeinden und B&#252;rger:innen tragen h&#228;ufig die direkten Umweltfolgen (Rehak, 2024), w&#228;hrend die finanziellen Gewinne bei den Unternehmen und steuerlich anderswo anfallen. 
International formieren sich zunehmend Proteste gegen den Ausbau gro&#223;er RZ. Allein in den USA beteiligen sich mittlerweile fast eine halbe Million Menschen an Protesten gegen RZ. Aber auch andernorts wie beispielsweise in Marseille, Dublin, Arag&#243;n und Cear&#225; organisieren sich B&#252;rger:innen (Dachwitz und Vorkul 2026). Auch in Deutschland nimmt der Widerstand gegen geplante Rechenzentren zu. Der Fall Maintal verdeutlicht exemplarisch, dass sich die Konflikte nicht auf die Infrastruktur beschr&#228;nken, sondern Fragen der Energieversorgung, Umweltbelastung, kommunaler Mitbestimmung und demokratischer Legitimation betreffen (Ronge 2026).
W&#228;hrend viele Regierungen gerade erst den Regulierungsbedarf gegen&#252;ber RZ begreifen, haben sich &#252;ber Jahre weltweit bereits diverse, gemeinschaftlich getragene RZ etabliert. Diese werden in diesem Beitrag unter dem Begriff Community Data Center (CDCe) zusammengefasst und als potenzielle Alternative zu den von Big-Tech-Unternehmen gepr&#228;gten oligopolistischen Strukturen untersucht. Dennoch bleiben gemeinschaftlich getragene RZ bislang eine Nischenerscheinung und ihre Ausgestaltungsformen sind kaum systematisch erfasst. Daraus ergibt sich folgende Fragestellung f&#252;r diesen Beitrag: Welche Gestaltungsmerkmale gemeinschaftlicher Rechenzentren lassen sich konzeptionell und empirisch identifizieren, und welche Potenziale und Grenzen weisen sie im Umgang mit den Dynamiken der Polykrise auf?
Zur Beantwortung dieser Frage erfolgt die Analyse in zwei Schritten. Erstens wird ein M&#246;glichkeitsraum der Gestaltungsmerkmale f&#252;r CDCe konstruiert, der die Bandbreite m&#246;glicher Auspr&#228;gungen systematisch beschreibt. Dieser M&#246;glichkeitsraum leitet sich aus der Analyse realer Fallbeispiele (wie WOBCOM, dem feministischen Serverkollektiv actinomy in Bremen, Dataport in Norddeutschland und der Genossenschaft GAD eG) sowie aus 34 idealtypischen CDCe-Modellen ab, die im Rahmen partizipativer Workshops mit 130 Menschen erarbeitet wurden. Zweitens evaluieren wir kritisch, ob und inwiefern CDCe den Auswirkungen und krisenverst&#228;rkenden Dynamiken der Polykrise in lokalen Gemeinschaften entgegenwirken k&#246;nnen.
Ziel des Beitrags ist die Entwicklung eines konzeptionellen M&#246;glichkeitsraums gemeinschaftlicher Rechenzentren. Die resultierende Taxonomie schafft einen analytischen Rahmen, um unterschiedliche CDCe-Modelle hinsichtlich ihrer Potenziale und Grenzen im Umgang mit den Dynamiken der Polykrise systematisch zu vergleichen. Dadurch werden unterschiedliche Governance-, Eigentums- und Infrastrukturmodelle gemeinschaftlicher Rechenzentren sowie ihre jeweiligen Resilienzpotenziale systematisch vergleichbar gemacht. Zugleich macht sie sichtbar, unter welchen Bedingungen CDCe einen Beitrag zum Abbau bestehender Machtasymmetrien in der digitalen Infrastruktur leisten k&#246;nnen.

Literaturverzeichnis

Brodie, P. (2023). Data infrastructure studies on an unequal planet. Big Data &amp; Society, 10(1), 20539517231182402. https://doi.org/10.1177/20539517231182402

Edwards, D., Cooper, Z. G. T., &amp; Hogan, M. (2025). The making of critical data center studies. Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies, 31(2), 429&#8211;446. https://doi.org/10.1177/13548565231224157

Rehak, R. (2024, September 30). On the (im)possibility of sustainable artificial intelligence. Internet Policy Review. https://policyreview.info/articles/news/impossibility-sustainable-artificial-intelligence/1804

Ronge, M. (2026, May 11). Plan&#228;nderung bei Rechenzentrum in Maintal. hessenschau.de. https://www.hessenschau.de/wirtschaft/rechenzentrum-in-maintal-proteste-bringen-projekt-ins-stocken-v2,maintal-rechenzentrum-gestoppt-100.html

Vorkul, L., &amp; Dachwitz, I. (2026). Rechenzentren sind Vampire: Wo sich lokaler Widerstand gegen den KI-Hype formiert. netzpolitik.org. https://netzpolitik.org/2026/rechenzentren-sind-vampire-wo-sich-lokaler-widerstand-gegen-den-ki-hype-formiert/

Weizenbaum, J. (2023). Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft (16. Aufl., U. Rennert, &#220;bers.). Suhrkamp. (Originalwerk erschienen 1976)</abstract>
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                    <person id='78'>Oliver Meurer</person><person id='79'>Tara Merk</person><person id='84'>Andr&#233; Ullrich</person>
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                <title>Dezentraler Jugendschutz im Fediverse?</title>
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                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Mit dem Ziel, Jugendliche zu sch&#252;tzen, f&#252;hrt nach Neuseeland auch Frankreich ein Verbot von Social Media f&#252;r junge Menschen ein. Weitere L&#228;nder wollen nachziehen, auch Deutschland diskutiert. Kritiker*innen halten dagegen: Statt Verboten brauche es Plattformen, die Menschen, und insbesondere Jugendlichen, nicht schaden. 

Wo steht das Fediverse in diesem Spannungsfeld? Als digital-souver&#228;n gehandelte und dezentrale Alternative zu Big-Tech-Monopolen kommt es ohne Empfehlungsalgorithmen und Werbung aus. M&#252;sste es also nicht Teil der L&#246;sung sein? Bisher taucht das Fediverse in der Debatte zu Social Media und Jugendschutz jedoch kaum auf. Dabei w&#228;re es eine gute Gelegenheit, das Fediverse st&#228;rker ins &#246;ffentliche Bewusstsein zu r&#252;cken, seine Vorteile gegen&#252;ber Big Tech zu zeigen und gleichzeitig offene Fragen der Gestaltung anzugehen. Was lie&#223;e sich bei der derzeit dezentralen Architektur mit verteilten und plattformeigenen Regeln und komplexer Governance &#252;berhaupt an gesetzlichen Vorlagen umsetzen? Gibt es m&#246;glicherwise schon praktikable L&#246;sungen auf einzelnen Instanzen, von denen sich lernen l&#228;sst?

Genau das wollen wir in einem partizipativen Workshop er&#246;rtern. Ein kurzer Impuls stellt eine Studie zu &#252;ber 15.000 Fediverse-Instanzen und ihren Regeln und Moderationspraktiken mit Fokus auf Hate Speech und Misinformation vor, um einen &#220;berblick &#252;ber den Status quo zu geben. Anschlie&#223;end gehen wir mit euch ins Gespr&#228;ch dar&#252;ber, welche Rolle das Fediverse &#252;berhaupt einnehmen kann oder sollte. Will bzw. sollte es &#252;berhaupt jugendfreundlich sein? Wenn ja, wie jugendfreundlich ist es jetzt schon? Und welche technischen oder theoretischen M&#246;glichkeiten g&#228;be es, um Jugendschutz im Fediverse zu gew&#228;hrleisten?

Auch wenn wir nicht auf alle Fragen Antworten finden werden, wollen wir herausarbeiten, welche Rolle das Fediverse im Bezug auf Jugendschutz einnehmen k&#246;nnte oder sollte. Daraus lassen sich konkrete Forderungen des FIfF an die Politik dar&#252;ber ableiten, welche Ma&#223;nahmen ergriffen werden sollten.</abstract>
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                <date>2026-10-31T12:30:00+01:00</date>
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                <abstract>Austausch und Schmaus.</abstract>
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                <title>Schreiben jenseits von LLMs als Denktechnik in der Informatik</title>
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                <track>Programm</track>
                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>In diesem Workshop mit partizipativen Elementen geht es um Schreiben als Trotz und Schreiben als Widerstand &#8211; gerade in der Informatik. Die zentrale Frage, die wir bearbeiten und in die Diskussionen mitnehmen werden, ist dabei: 
Wie kann das Schreiben als Denktechnik f&#252;r die Informatik nutzbar gemacht werden?</abstract>
                <description>In diesem Workshop mit partizipativen Elementen geht es um Schreiben als Trotz und Schreiben als Widerstand &#8211; gerade in der Informatik. Die zentrale Frage, die wir bearbeiten und in die Diskussionen mitnehmen werden, ist dabei: Wie kann das Schreiben als Denktechnik f&#252;r die Informatik nutzbar gemacht werden?

Schreiben wird uns derzeit von Tech-Konzernen als eine l&#228;stige Routinet&#228;tigkeit verkauft, die uns durch LLMs abgenommen werden kann: Aus den meisten der in Arbeitskontexten &#252;blichen E-Mail Clients ist die KI-&#220;berarbeitung kaum herauszubekommen; an Lernende, Lesende und Studierende wird von &#252;berall &#8222;Formulierungshilfe&#8220; angeboten. 

Gleichzeitig ist es so, dass von Menschen geschriebener Text immer wertvoller f&#252;r die Entwicklung von LLMs wird. Es kommen immer mehr Kooperationen zustande, sodass Tech-Unternehmen an menschlich geschriebenen Text gelangen, zum Beispiel an Reddit-Beitr&#228;ge. Au&#223;erdem sind mehrere gro&#223;e Gerichtsverfahren anh&#228;ngig, in denen Tech-Unternehmen vorgeworfen wird, auf der Suche nach potenziellen Trainingsdaten Urheberrecht zu verletzen.

Trainiert man ein Sprachmodell auf synthetischen &#8211; also KI-generierten &#8211; Texten, was ja die L&#246;sung dieses Problems sein k&#246;nnte, dann passiert ein sogenannter &#8222;model collapse&#8220; &#8211; das Sprachmodell verliert an Qualit&#228;t und die Outputs werden schnell schlecht und unbrauchbar. 

Vielleicht ist dieses Scheitern an der Weiterverwertung von synthetischen Texten ein Hinweis auf das Scheitern von synthetischen Texten selbst; vielleicht ist da ein Hinweis auf den zentralen Widerspruch, der unter allem sitzt: 

Es wird &#252;berall nach menschlichen Textdaten gesucht. Andererseits wollen Tech-Unternehmen uns mit ihrem aus unseren Worten produzierten Produkt sagen, dass wir selbst nichts mehr schreiben m&#252;ssen. Dass das Sprachmodell f&#252;r uns schreiben kann. Dass es keinen Grund f&#252;r uns gibt, etwas zu schreiben, wenn uns ein Sprachmodell zur Verf&#252;gung steht. Dass auch hier Automatisierung uns die &#8222;Routinet&#228;tigkeit&#8220; des Schreibens einfach abnehmen kann. (Der eine Fall, in dem kaum jemand etwas gegen Automatisierung sagt, ist die Automatisierung von &#8222;Routinet&#228;tigkeiten&#8220;.) 
Das passt insgesamt nicht zusammen.

Vor diesem Hintergrund besteht dieser Workshop aus drei Teilen:

In Teil 1 gebe ich einen Input zu der Urheberrechts-Problematik und zu verschiedenen Rechtsstreitigkeiten sowie zu verschiedenen Kooperationen von Tech-Unternehmen. Au&#223;erdem besprechen wir aktuelle Arbeiten zu &#8222;model collapse&#8220; durch das Training mit synthetischen Daten, um die Besonderheit von nicht-synthetischen Texten zu erarbeiten.

In Teil 2 werden wir aktiv: Zuerst tragen wir zusammen, in welchen &#8211; vielleicht auch &#252;berraschenden &#8211; Kontexten in der Informatik das Schreiben als Denktechnik nutzbar gemacht werden kann. Dann machen wir, angelehnt an die &#8222;&#233;criture automatique&#8220; und das Konzept des &#8222;Schreibdenkens&#8220; (Scheuermann, 2016), praktische kleine Schreib&#252;bungen. Dabei geht es um Schreiben als Formulieren eigener Gedanken, als explizites Hervorbringen von implizit vorhandenen Ideen, Gedanken und Zusammenh&#228;ngen. 
Schlie&#223;lich reflektieren wir &#252;ber die &#220;bungen.

In Teil 3 wird es ganz &#8222;luddite&#8220;: Wir besprechen eine Studie, die die Vorteile des Schreibens mit Stift und Papier gegen&#252;ber dem Schreiben mit Tastatur beleuchtet. 

Am Ende tragen wir die Gedanken, Erkenntnisse und Ideen der Gruppe f&#252;r die gr&#246;&#223;ere Diskussion zusammen.</description>
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                    <person id='88'>Paola Lopez</person>
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                <title>Die materielle Kehrseite der Digitalisierung &#8211; und wie wir sie reparieren und vor Ort Reparaturinfrastruktur f&#252;r alle und alles aufbauen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <track>Programm</track>
                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Jedes Smartphone, jedes Rechenzentrum, jede KI-Anwendung hat eine Kehrseite: Rohstoffe, Energie, Elektroschrott. W&#228;hrend &#8222;digitale Resilienz&quot; meist als Frage von mehr Technologie verhandelt wird, schauen wir auf die Materialit&#228;t und fragen, welche  Infrastruktur es braucht, um da rauszukommen und danach, was Nachbarschaften in der Polykrise tats&#228;chlich widerstandsf&#228;hig macht. Unsere These: kooperativ getragene, dezentrale Infrastrukturen der Reparatur, Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft als Grundversorgung, gerne rechtlich und kommunal dauerhaft verankert. Reparatur ist kein Nischenthema, sondern handfeste IT- und Ressourcenpolitik.</abstract>
                <description>Der Beitrag verbindet Forschung und Praxis: das RIFS Discussion Paper &#8222;Dare to Design for Disaster&quot; (Mieulet/Jerchel 2026) und den Betrieb eines Reparatur- und Leihladens (Kreisler e.V.) in der Berliner Gropiusstadt. Reparatur, Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft begreifen wir dabei nicht als Nischenthema, sondern als netz- und ressourcenpolitisches Handlungsfeld der Daseinsvorsorge.
Im Zentrum steht die Frage, wie Multistakeholder-Arrangements &#8211; Public-Civic-Partnerships &#8211; Reparaturinfrastruktur tragf&#228;hig machen. Der Vergleich Frankreich/Deutschland zeigt, wie weit derselbe EU-Rechtsrahmen in der Umsetzung auseinanderlaufen kann: Frankreich verschr&#228;nkt Herstellerverantwortung, &#246;ffentliche Hand und lokale Tr&#228;gerstrukturen so, dass Reparatur tats&#228;chlich in die Fl&#228;che kommt &#8211; getragen von vielen Schultern statt von einzelnen Initiativen. Genau hier liegt der Hebel: Wo Public-Civic-Partnerships die Verantwortung verteilen und dauerhafte Finanzierung erm&#246;glichen, wird resiliente Low-Tech-Infrastruktur vor Ort verankert, gemeinsam getragen und andernorts replizierbar &#8211; als konkreter Weg in eine Circular Society.
Ca. 25 Min. Input, der von der materiellen Kehrseite der Digitalisierung &#252;ber den Vergleich Frankreich/Deutschland bis zur Praxis von Kreisler f&#252;hrt &#8211; gefolgt von 20 Min. moderierter Diskussion entlang der Leitfrage &#8222;Wie organisieren wir Reparatur als verl&#228;ssliche, kommunal-kooperativ finanzierte Daseinsvorsorge?&quot;. Die Diskussion ist bewusst anschlussf&#228;hig an ein offenes Podium gedacht.</description>
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                <type>Kurzer Talk</type>
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                <abstract>Get together mit Hei&#223;getr&#228;nken und guten Keksen.</abstract>
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                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Verleihung Weizenbaum-Studienpreise</abstract>
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                <track>Programm</track>
                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>FIfF-Jahresr&#252;ckblick 2026</abstract>
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                <abstract>Veganes Abendessen in jedem Ticket enthalten.</abstract>
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                <title>Autonomie, Autarkie, Ataraxie, Antipolitik - Anarchistische Organisierung im Wandel der Zeit - Erfahrungen, Analyse, Konzepte</title>
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                <track>Programm</track>
                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>In einem Vortrag (25 min) wollen wir unsere Erfahrungen mit analoger und digitaler anarchistischer Organisierung aus 35 Jahren anhand ausgew&#228;hlter Beispiele reflektieren und damit die zugrundeliegenden Konzepte hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit einordnen. Anschlie&#223;end wollen wir dar&#252;ber auch in den Austausch kommen und Ans&#228;tze f&#252;r Weiterentwicklungen diskutieren (20 min). Dabei m&#246;chten wir den Fokus unter Anderem darauf legen, wie sich analoge Organisierung mit der digitalen Entwicklung ver&#228;ndert hat und was sich daraus f&#252;r den weiteren Digitalisierungprozess lernen l&#228;sst.</abstract>
                <description>Anarchistische Organisierung verkn&#252;pft eine gro&#223;e Vielfalt von Ans&#228;tzen und Methoden. Dabei ist insbesondere das konstruktive Wechselspiel von Theorie und Praxis von gro&#223;er Bedeutung. Aus theoretischen Konzepten werden mehr oder weniger stringent praktische Methoden abgeleitet und diese dann rekursiv weiterentwickelt. Daf&#252;r ist es oft sinnvoll, anfangs keine allzu konkrete Zielvorstellung zu haben, um in der Praxis m&#246;glichst umfassende Mittel-Zweck-Kongruenz realisieren zu k&#246;nnen.

Unserer Meinung nach ist dar&#252;ber auch ein enormes transformatives Potential vorhanden, da beobachtet werden kann, dass viele Menschen in bestimmten Situationen bzw. Kontexten im Widerspruch zur vorherrschenden Politik anarchistisch denken. Wie kann der momentane Kenntnisstand f&#252;r eine umfangreichere Anarchisierung genutzt werden und wie k&#246;nnen mit diesem Bewusstsein kollektiv resiliente Strukturen manifestiert werden, um nachhaltig ein gutes Leben in der Polykrise zu erm&#246;glichen? Welche praktischen Organisierungskonzepte lassen sich - und wenn ja, wie - allgemeiner verbreiten? Wie schaffen wir es dem derzeitigen gesellschaftlichen Diskurs eine gut verst&#228;ndliche und plausible positive Zukunftserz&#228;hlung entgegenzusetzen, die auf solidarischem Miteinander aufbaut und Unterschiede als Chance begreift?

Welche gesellschaftlichen Entwicklungen sind im fortschreitenden Kollaps zu erwarten und welchen Einflu&#223; haben diese auf die Weiterentwicklung anarchistischer Organisierung? Wie k&#246;nnen wir gut mit dem damit verbundenen emotionalen Stress (z. B. &#196;ngste und Hoffnungsverlust) umgehen und Resilienz entwickeln? Wie steht uns unsere ansozialisierte Bequemlichkeit dabei im Weg? Was hilft uns in Zeiten zunehmend faschistoider Repression, um weiter arbeiten zu k&#246;nnen und Gegenentw&#252;rfe anzubieten? Dazu wollen wir auch einige Erkenntnisse aus der Kollapsbewegung vorstellen und diskutieren.

Wir hoffen, mit der Veranstaltung einige positive Denkimpulse, Inspiration und mehr Klarheit hinsichtlich strategischer F&#246;rderungen und Forderungen generieren zu k&#246;nnen.</description>
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                <date>2026-10-31T19:30:00+01:00</date>
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                <title>Back 2 the Future &#8211; Raus aus der Dystopie</title>
                <subtitle></subtitle>
                <track>Programm</track>
                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Leser*innen von SciFi und Fantasy fragen sich inzwischen regelm&#228;&#223;ig, ob sie nicht f&#228;lschlicherweise in ihrer Lieblingsdystopie aufgewacht sind: &#220;berwachungstechnik und Predictive Policing, manipulierende Algorithmen und und frei-drehende KI-Agenten wollten wir eigentlich nur aus 1984, &#8222;Sch&#246;ne Neue Welt&#8220; und Minority Report erfahren. Jetzt sehen wir aber, wie Technik entwickelt und teilweise als Heilsversprechen f&#252;r eine bessere Zukunft verkauft wird. Eigentlich fehlt nur noch der Todesstern, um die Liste abzuschlie&#223;en. Nun k&#246;nnten wir die Decke &#252;ber den Kopf ziehen und uns in eine gl&#252;ckliche Fantasy-Welt tr&#228;umen, in der Ringe vernichtet oder Kinder durch Schr&#228;nke klettern. Oder wir ertr&#228;umen uns selbst eine Welt, in der wir die Probleme des Jetzt l&#246;sen k&#246;nnen, ob mit oder ohne technische Hilfsmittel sei dahingestellt. Wir wollen daher &#252;berlegen, wie eine m&#246;gliche Zukunft aussehen kann und wie man diese mittels einer Zukunftsreise erreichen kann. Dabei suchen wir mit den Teilnehmenden nach den notwendigen Akteuren und Stellschrauben, die f&#252;r die Erreichung notwendig sein werden. Unser Ziel: Einen (vagen) Fahrplan Richtung Utopia entwickeln.</abstract>
                <description>Wir bedienen uns der Zukunftsreise. Die Teilnehmenden &#252;berlegen sich eingangs im Plenum verschiedene Realit&#228;ten in der Zukunft, die durch aktuelle technologische Entwicklungen
entstehen k&#246;nnten. Dabei geht es sowohl darum, utopische und dystopische Szenarien einzubeziehen, die in einem sog. Future Cone entstehen. Wir geben im n&#228;chsten Schritt
feste Zeitpunkte in der Zukunft und Personengruppen (Alltagsleben, Aktivist*innen, Amtstr&#228;ger*innen) vor, die in der Aufgabenstellung bedacht werden m&#252;ssen.
Die Teilnehmenden finden sich in Kleingruppen zusammen und &#252;berlegen, wie sie in einem Punkt in den kommenden 4/16/64 Jahren arbeiten w&#252;rden: Wie w&#252;rde ein Demoaufruf in 16
Jahren aussehen? Welcher Alltagsgegenstand w&#228;re in 64 Jahren unerl&#228;sslich? Was w&#252;rde in einem Bericht &#252;ber an einen politischen Amtstr&#228;ger in vier Jahren stehen?
Die Erw&#228;gungen und Ergebnisse werden im Anschluss im Plenum zusammengef&#252;hrt und verglichen: Wo gibt es Gemeinsamkeiten? Wo sind Kipppunkte, die eine Eskalation
erreichen k&#246;nnten? Welche Schritte lassen sich besonders f&#252;r uns ableiten? Bei der Gruppenarbeit sollte darauf geachtet werden, dass sowohl eine Aufgabenvielfalt
herrscht und dass unterschiedliche Jahre bearbeitet werden. Bei drei Gruppen schlagen wir vor, dass alle das Jahr 2042 (wegen FIfFKon42) nehmen und sich dann auf die drei
Aufgaben aufteilen.</description>
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                <type>Konzert / Musik</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Postmoderner Chanson und Gossenbossanova, mit Ankl&#228;ngen an die goldenen 20er, mit Texten aus dem depressiven fr&#252;hen 21. Jahrhundert, wie Brecht und Ketamin.</abstract>
                <description>W&#228;hrend die damaligen Kommilitoninnen von der Kunsthochschule bereits epochale Werke und steile Karrieren hingelegt haben, h&#228;ngen Gabi und Seba auch Jahre sp&#228;ter immer noch in Kreuzberg in Gabis Kleiner Kneipe rum und basteln an ihren Scheiterbiografien. Als Duo treten sie &#252;berall dort in Erscheinung, wo sich Gro&#223;stadtmelancholie mit dem Geruch von feuchten Kellern mischt, Einheimische mit Wahlberlinern, und Wodka mit Cola -- manchmal sogar auf einer B&#252;hne. An Mikrofon und Gitarre sind die zwei dann ehrlich bem&#252;ht, ihre Auftritte zu einem w&#252;rdevollen Ende zu bringen. In ihren Liedern geht es nat&#252;rlich immer um die Liebe, aber auch um die Zukunft des Individualverkehrs, ungesundes Trinkverhalten in der Provinz, die kleinen Ungl&#252;cke des Alltags und die Details einer gelungenen chemischen Abendgestaltung.
Das klingt dann wie postmoderner Chanson und Gossenbossanova, mit Ankl&#228;ngen an die goldenen 20er, mit Texten aus dem depressiven fr&#252;hen 21. Jahrhundert, wie Brecht und Ketamin.
https://www.gabiskleinekneipe.de/</description>
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                <type>Kurzer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Wiedersehen am Sonntag fr&#252;h mit Kaffee und den besten Keksen der Stadt.</abstract>
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                <type>Langer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Das Erstarken vom Faschismus und der AfD stellt den Journalismus vor Herausforderungen. Zu meistern sind diese nur mit antifaschistischem Journalismus.</abstract>
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                <title>templateZV - Partizipatives Resilienzformat f&#252;r zivile Verteidigung in Kommunen</title>
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                <track>Programm</track>
                <type>Kurzer Talk</type>
                <language>de</language>
                <abstract>Zivile Verteidigung ist eine gesamtstaatliche, aber kommunal umgesetzte Aufgabe &#8211; und h&#228;ngt an der oft &#252;bersehenen digitalen Handlungsf&#228;higkeit der Verwaltung, ohne die keines der vier Felder ziviler Verteidigung funktioniert. Aktuelle Zahlen zu Schwachstellen, Cybercrime und Ransomware-Angriffen belegen die Dringlichkeit, ohne dass daraus bislang systematisch Konsequenzen abgeleitet werden. Der Vortrag schl&#228;gt daf&#252;r ein partizipatives, dreiphasiges Dialogformat vor (Lagefeststellung, Risikobewertung, prototypische Umsetzung), das auf den Prinzipien Resilienz, Vigilanz und Bottom-up-Innovation beruht und Wissenschaft, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft systematisch zusammenbringt. Die zugrunde liegende Haltung: Resilienz ist keine Ausnahmeaufgabe, sondern gelebte Daseinsvorsorge, die nur durch ge&#252;bte Praxis, Evidenzbasierung, Subsidiarit&#228;t und strukturelle Lernf&#228;higkeit tr&#228;gt &#8211; Vorbereitung statt Improvisation als Ma&#223;stab staatlicher Handlungsf&#228;higkeit. Daraus resultieren Forderungen an Verwaltung, Gesetzgebung sowie Wissenschaft und Praxis, solche Formate zu verstetigen und in verbindliche Standards zu &#252;berf&#252;hren.</abstract>
                <description>Zivile Verteidigung ist keine Aufgabe der Streitkr&#228;fte, sondern eine gesamtstaatliche Aufgabe, die operativ auf kommunaler Ebene entschieden wird &#8211; an einer meist unsichtbaren Voraussetzung: der digitalen Handlungsf&#228;higkeit der Verwaltung. Die vier Felder ziviler Verteidigung &#8211; Sicherung der Staats- und Regierungsfunktionen, Zivilschutzplanung, Versorgung der Bev&#246;lkerung, Unterst&#252;tzung der Streitkr&#228;fte &#8211; sind ohne funktionierende, sichere IT-Systeme nicht erf&#252;llbar. Diese Abh&#228;ngigkeit durchdringt alle vier Felder, wird aber selten explizit benannt.

Aktuelle Lagedaten zeigen die Dringlichkeit: t&#228;glich 119 neue Software-Schwachstellen (+24 % gg&#252;. Vorjahr), &#252;ber 330.000 erfasste Cybercrime-Delikte und mehr als 1.000 angezeigte Ransomware-Angriffe pro Jahr, durchschnittlich zwei betroffene Kommunen pro Monat, knapp die H&#228;lfte der KRITIS-Betreiber ohne funktionierendes System zur Angriffserkennung. Diese Zahlen sind gut belegt; ihre strategische Konsequenz f&#252;r die zivile Verteidigung wird jedoch selten systematisch hergeleitet und noch seltener in tragf&#228;hige Strukturen &#252;bersetzt.

Der Vortrag verbindet zwei Ebenen, die meist getrennt behandelt werden: den sicherheitspolitischen Rahmen ziviler Verteidigung und die Methodik, mit der sich kommunale Resilienz tats&#228;chlich aufbauen l&#228;sst &#8211; nicht als einmaliges Projekt, sondern als lernf&#228;higer, dauerhaft verankerter Prozess.

Im Zentrum steht ein partizipatives, dreiphasiges Dialogformat, das drei Prinzipien folgt: Resilienz (robuste, anpassungsf&#228;hige Strukturen, die St&#246;rungen absorbieren und aus ihnen lernen), Vigilanz (kontinuierliche, systematische Fr&#252;herkennung statt reaktivem Abwarten) und Bottom-up-Innovation (Einbindung zivilgesellschaftlicher, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Akteure statt rein administrativer Top-down-Planung). Organisiert nach einem Prinzip aus Wissenschaft, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft, durchl&#228;uft das Format drei Phasen: eine offene Lagefeststellung (Bestandsaufnahme entlang der Dimensionen Infrastruktur, Cyberresilienz, organisationale Resilienz, gesellschaftliche Einbindung und regionale Vernetzung, moderiert in selbstorganisierten Formaten ohne vorab festgelegte Agenda), eine Risikobewertung mit Szenarioplanung (Cyberangriff, langanhaltender Stromausfall, Extremwetter, hybride Bedrohungslagen, bearbeitet in fokussierten Arbeitsgruppen mit dokumentierten Ergebnissen) und eine prototypische Umsetzung (&#220;bungen, technische Sprints, Kampagnen zur Selbsthilfef&#228;higkeit), begleitet von einem kontinuierlichen Gremium, das Handlungsoptionen validiert und in Entscheidungsvorlagen &#252;berf&#252;hrt.

Der Vortrag vertritt dabei eine klare Haltung: Zivile Verteidigung ist Ausdruck demokratischer Daseinsvorsorge, keine Ausnahmeaufgabe f&#252;r Krisenzeiten. Resilienz entsteht nicht durch Dokumente, sondern durch ge&#252;bte, wiederholte Praxis. Sie ist nur dann belastbar, wenn sie evidenzbasiert, partizipativ und subsidi&#228;r gestaltet wird &#8211; mit Verantwortung dort, wo die Handlungsf&#228;higkeit tats&#228;chlich liegt, und mit struktureller Lernf&#228;higkeit als Prinzip, nicht als Ausnahme. Vorbereitung, nicht Improvisation, ist der eigentliche Ma&#223;stab staatlicher wie kommunaler Handlungsf&#228;higkeit.

Zuh&#246;rende nehmen mit: ein anwendbares Analyse- und Methodenraster (Lagefeststellung, Risikobewertung, Prototyping; offene, selbstorganisierte Workshop-, Arbeitsgruppen- und Gremienformate) zum Aufbau kommunaler Resilienz; empirisch fundierte Referenzen f&#252;r die eigene Arbeit; sowie ein Verst&#228;ndnis daf&#252;r, wie sich Wissenschaft, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft strukturiert und wiederholbar zusammenbringen lassen, unabh&#228;ngig von einem Einzelfall oder einer bestimmten Institution.

Daraus lassen sich Forderungen ableiten: An die Verwaltungsebenen &#8211; Verstetigung solcher partizipativen Dialogformate als regul&#228;res Instrument der Resilienzplanung statt Einzelprojekt. An die Gesetzgebung &#8211; Anschlussf&#228;higkeit kommunaler Erkenntnisse an verbindliche Sicherheitsstandards. An Wissenschaft und Praxis gemeinsam &#8211; systematische Verzahnung von Bottom-up-Beteiligung und wissenschaftlicher Fundierung, damit aus Einzelinitiativen &#252;bertragbare Modelle werden.</description>
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