{"schedule": {"version": "0.10", "base_url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/schedule/", "conference": {"acronym": "fiffkon26", "title": "FIfFKon42 - Keine Panik! Resilienz in der Polykrise", "start": "2026-10-30", "end": "2026-11-01", "daysCount": 3, "timeslot_duration": "00:05", "rooms": [{"name": "Delphi Saal", "guid": null, "description": null, "capacity": null}], "days": [{"index": 1, "date": "2026-10-30", "day_start": "2026-10-30T04:00:00+01:00", "day_end": "2026-10-31T03:59:00+01:00", "rooms": {"Delphi Saal": [{"id": 95, "guid": "5a62df94-7f4d-5077-95e1-fc80dca73c93", "logo": "", "date": "2026-10-30T17:30:00+01:00", "start": "17:30", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-95-ankommen", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/RFBBQG/", "title": "Ankommen", "subtitle": "", "track": "Pause", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Ankommen, Hei\u00dfgetr\u00e4nk und gute Kekse", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 101, "code": "NRJYCM", "public_name": "Jonin Herzig", "biography": "Jonin Herzig (*1998, they/keine) ist Schauspieler:in, Performer*in und\r\nSpoken Word Artist. They hat am Mozarteum Salzburg Schauspiel\r\nstudiert und lebt in Berlin. Jonin ist seit \u00fcber 10 Jahren fester\r\nBestandteil der deutschsprachigen Poetry Slam Szene. Schwerpunkte\r\nin their Arbeiten sind Identit\u00e4ten, (K\u00f6rper-) Politik und Aktivismus. Jonin\r\narbeitet an der Schnittstelle von Theater und politischer Bildung wie\r\nzum Beispiel beim erfolgreichen Projekt Theater Techno Tempel\r\n(https://taz.de/Hausbesetzung-als-Theater/!6130468/). Jonin ist auch Teil des neuen H\u00f6rspiels von Roger Graf \u201cEin Fall f\u00fcr Nora Matti\u201d. \r\n\r\nJonin moderiert am Freitag das FIfFKon-Programm.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 99, "guid": "94538204-20dc-513f-8045-4ece97dff786", "logo": "", "date": "2026-10-30T18:15:00+01:00", "start": "18:15", "duration": "00:05", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-99-begrungsworte", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/MTDSY7/", "title": "Begr\u00fc\u00dfungsworte", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Willkommen im Delphi", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 65, "code": "U3NCKU", "public_name": "Stefan H\u00fcgel", "biography": "Stefan H\u00fcgel ist seit 1993 Mitglied des FIfF, seit 1994 Diplom-Informatiker und seit 2009 Vorsitzender des FIfF. Seine Interessensgebiete sind IT-Sicherheit und Datenschutz, K\u00fcnstliche Intelligenz und die friedliche Nutzung der Informatik. Zus\u00e4tzlich k\u00fcmmert er sich um die Redaktion der FIfF-Kommunikation und den Weizenbaum-Studienpreis. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 89, "guid": "ac601df9-1365-5238-9a1d-57bbbaf9c915", "logo": "", "date": "2026-10-30T18:20:00+01:00", "start": "18:20", "duration": "00:40", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-89-keynote-wohin-knstliche-intelligenz-wege-finden-in-der-polykrise", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/BCBSVL/", "title": "Keynote: Wohin, K\u00fcnstliche Intelligenz? Wege finden in der Polykrise", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Dieser Vortrag versteht sich als Einladung und Ermutigung, sich zu engagieren und je nach fachlichem Blickwinkel Beitr\u00e4ge zu leisten, die in der Gesamtheit zu einer stimmigen Vision f\u00fcr die Zukunft f\u00fchren und sich als Grundlage f\u00fcr weitere Aktionen eignen.", "description": "Die Lage ist widerspr\u00fcchlich: Immer mehr Einzelpersonen sind fasziniert von den bewundernswerten Leistungen von K\u00fcnstlicher Intelligenz, Institutionen jeglicher Art stellen sich auf den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz um. Zugleich h\u00e4ufen sich erschreckende Nachrichten \u2013 von den Konsequenzen f\u00fcr menschliche Kompetenz und Kreativit\u00e4t, von der Unterminierung von menschlichen Entscheidungsprozessen und Verantwortung, von neuartigen, durch KI erm\u00f6glichten Herrschaftsformen, vom unerh\u00f6rten Ressourcenverbrauch der Technologie und von der allgemeinen Bedrohung durch quasi-autonome KI-Systeme. Die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung, die ungeheure Pr\u00e4senz von Geld und Macht sowie die Uneinsichtigkeit von Teilen der Politik f\u00fchren bei vielen zu einem Gef\u00fchl von Ohnmacht und Resignation.\r\n\r\nIn dieser Lage sind alle Professionellen im Umfeld der Informationstechnik dringend aufgerufen, sich in der Diskussion um KI zu engagieren, die Technnologie f\u00fcr Au\u00dfenstehende verst\u00e4ndlich zu machen und Kriterien f\u00fcr ihren Einsatz zu entwickeln. Dabei muss klar sein: KI ist nicht gleich KI. Die Eigenschaften von herk\u00f6mmlichen \u201ekleinen\u201c KI-Systemen unterscheiden sich wesentlich von den aktuellen _Large Language Models (LLMs)_, die hier im Fokus stehen.\r\n\r\n_Menschenzentrierte K\u00fcnstliche Intelligenz_ (human centric AI) steht f\u00fcr die Hoffnung, die Belange der Menschheit in den Mittelpunkt zu stellen. Dem liegt ein Menschenbild zugrunde, bei dem der Mensch nicht isoliert betrachtet wird, sondern integriert in seiner Umwelt mit allen Lebewesen. KI-Systeme sollen dazu dienen, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und unsere Lebensm\u00f6glichkeiten zu entfalten. Das betrifft Technikentwicklung und -nutzung. Die Frage ist nicht nur: \u201eWas kann KI?\u201c, sondern vor allem: \u201eWozu wollen wir KI nutzen?\u201c und \u201eWo setzen wir f\u00fcr KI Grenzen?\u201c.\r\n\r\nMenschenzentrierte KI findet sich zur Zeit in Ans\u00e4tzen in Philosophie, Sozialwissenschaften und Politik. Die Herausforderung ist, sie zu konkretisieren und als Grundlage f\u00fcr Technikentwicklung und -einsatz als _menschenzentrierte Systementwicklung_ methodisch umzusetzen. Das erfordert eine Erneuerung und Weiterentwicklung der Ans\u00e4tze zur menschenzentrierten Systementwicklung der 80er und 90er Jahre. W\u00e4hrend damals der Fokus auf sinnvolle Einbettung von Softwaresystemen in Arbeits- und Kommunikationsprozesse lag, geht es heute um den Schutz von menschlichen Belangen insgesamt.\r\n\r\nDazu ist eine neue Wertediskussion notwendig, die geeignet ist, sich \u00fcber Differenzen von Ethnien, Religionen, Ideologien und Weltanschauungen hinweg zu verst\u00e4ndigen. Ausgangspunkte daf\u00fcr sind Wertvorstellungen wie _Nachhaltigkeit_ und _Resilienz_, die heute immer st\u00e4rker auch f\u00fcr die Gestaltung und den Einsatz von IT-Systemen Bedeutung gewinnen.\r\n\r\nDer Schl\u00fcsselbegriff, um die \u00dcberlebensbelange von Menschen im Zusammenhang mit Technikentwicklung und -Einsatz zu thematisieren, ist die _Konvivialit\u00e4t_.\r\n\r\nDieser Vortrag versteht sich als Einladung und Ermutigung, sich zu engagieren und je nach fachlichem Blickwinkel Beitr\u00e4ge zu leisten, die in der Gesamtheit zu einer stimmigen Vision f\u00fcr die Zukunft f\u00fchren und sich als Grundlage f\u00fcr weitere Aktionen eignen.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 93, "code": "7P83EF", "public_name": "Christiane Floyd", "biography": "Prof. Dr. Christiane Floyd ist eine \u00f6sterreichische Informatikerin und Mitgr\u00fcnderin des FIfF, die 1978 als erste Professorin f\u00fcr Informatik im deutschsprachigen Raum an die TU Berlin berufen wurde. Sie gilt als Pionierin f\u00fcr die Informatik, da sie die Softwareentwicklung f\u00fcr sozio-technische Fragestellungen \u00f6ffnete, etwa im STEPS-Modell (\u201eSoftwaretechnik f\u00fcr evolution\u00e4re und partizipative Systemgestaltung\u201c).\r\n\r\n- https://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Floyd", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 100, "guid": "9a73fb6b-469b-535f-bfc6-722ce301dfc1", "logo": "", "date": "2026-10-30T19:00:00+01:00", "start": "19:00", "duration": "00:30", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-100-keynote-von-constanze-kurz", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/ZNSRHC/", "title": "Keynote von Constanze Kurz", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Keynote von Constanze Kurz, Beirat des FIfF", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 94, "code": "A7EBLP", "public_name": "Constanze Kurz", "biography": "Constanze Kurz ist promovierte Informatikerin, Autorin, Journalistin und Herausgeberin von B\u00fcchern, zuletzt Cyberwar. Ihre Kolumne \u201eAus dem Maschinenraum\u201c erschien von 2010 bis 2019 im Feuilleton der FAZ und sie schreibt regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Netzpolitik.org. Sie lebt in Berlin und ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie war Sachverst\u00e4ndige der Enqu\u00eate-Kommission \u201eInternet und digitale Gesellschaft\u201c des Bundestags. Sie erhielt den Toleranz-Preis f\u00fcr Zivilcourage und die Theodor-Heuss-Medaille.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 103, "guid": "f7c86ae3-d7f1-5f9a-9e49-eee45e7932b4", "logo": "", "date": "2026-10-30T19:30:00+01:00", "start": "19:30", "duration": "00:30", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-103-abendpause", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/WNLY93/", "title": "Abendpause", "subtitle": "", "track": "Pause", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Kurz Luft holen", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 70, "guid": "36b58d3d-7473-5e04-a8aa-3a7bcf807c5c", "logo": "/media/fiffkon26/submissions/VPNNTF/fiffkon42_fiffkon26-70-cyberpeace-slam_mastodon-portrait_10_psbD0Ic.png", "date": "2026-10-30T20:00:00+01:00", "start": "20:00", "duration": "01:00", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-70-cyberpeace-slam", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/VPNNTF/", "title": "Cyberpeace-Slam", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Cyberpeace ist die Gegenposition zu Cyberkrieg und zur Digitalisierung des Kriegs \u00fcberhaupt, Verschiedene Aspekte der Problematik werden im einst\u00fcndigen Cyberpeace-Slam beleuchtet, der aus 3 Kurzvortr\u00e4gen von je 7 Minuten besteht plus Diskussion.", "description": "Cyberpeace ist im engeren Sinne die Gegenposition zu allem, was unter Cyberkrieg subsumiert wird: Spionage, Sabotage, Propaganda, Desinformation, Destabilisierung und Terror mit den Mitteln der Digitalisierung und seit Neuestem der K\u00fcnstlichen Intelligenz. Einzelne Cyberattacken k\u00f6nnen schon gro\u00dfe Sch\u00e4den anrichten. Im gro\u00dfen Ma\u00dfstab und im Verbund mit Killerdrohnen oder selbst auch mit traditionellen Waffensystemen bilden sie eine besonders perfide Art der Kriegsf\u00fchrung. Die Forderung dagegen lautet kein Cyberkrieg, keine Digitalisierung des Kriegs, kein Krieg, sondern eine friedliche und f\u00fcr alle Menschen lebenswerte Welt. Cyberpeace umfasst deshalb auch den Weg zum Frieden im Zeichen der fortschreitenden Digitalisierung. Verschiedene Aspekte der Problematik werden im einst\u00fcndigen Cyberpeace-Slam beleuchtet, der aus drei zugespitzten, unterhaltsam gestalteten und gern auch provokativen Kurzvortr\u00e4gen von je 7 Minuten besteht plus etwa 30 Minuten Zeit f\u00fcr Diskussion.\r\n\r\n## Die Protagonist:innen und Vortr\u00e4ge ##\r\n\r\n**Jennifer Menninger \u2013 Killerroboter stoppen. Zum Stand der Regulierung von autonomen Waffen**\r\n     Die internationale Gemeinschaft steht vor der Chance, in diesem Jahr Verhandlungen \u00fcber einen rechtlich verbindlichen Vertrag zu autonomen Waffensystemen zu beginnen. Wo steht dieser Prozess aktuell? Welche Positionen blockieren Fortschritte, und wie k\u00f6nnen wir politischen Druck aufbauen, um eine internationale Regulierung zu erreichen?\r\n\r\n**Marieke Petersen und Wiebke D\u00f6nnebrink \u2013 Hackt kaputt, was euch kaputt macht?**\r\n     Stell dir vor, du findest eine Software-Schwachstelle, meldest sie und eine Woche sp\u00e4ter steht die Polizei vor der T\u00fcr. Laptop, Telefon, smarter K\u00fchlschrank und Raspberry Pi: beschlagnahmt. Willkommen bei Spa\u00df mit \u00a7202c. In anderen Staaten in der EU ist ethisches Hacken bereits legal, in Deutschland wird das Thema auf die lange (Regierungs-)Bank geschoben. Wir (Gesellschaft f\u00fcr Informatik, LOAD und andere) haben daher Vorschl\u00e4ge entwickelt, wie ein reformiertes Computerstrafrecht aussehen kann, und wollen diese mit euch diskutieren.\r\n\r\n**Rainer Rehak \u2013 Schr\u00f6dingers KI mit Todesfolge**\r\n     KI-Systeme finden zunehmend Einsatz in bewaffneten Konflikten, etwa zur Zielauswahl im Gaza-Genozid durch Israel. Einerseits wird dann von hochmodernen \u201egezielten T\u00f6tungen\u201c oder \u201ePr\u00e4zisionsschl\u00e4gen\u201c gesprochen, andererseits von ungenauen statistischen Blackbox-Systemen. Allerdings kann nicht beides gleichzeitig richtig sein \u2013 genau und ungenau. Der Kurzvortrag erl\u00e4utert, wie der \u201eKI\u201c-Begriff offenbar strategisch mehrdeutig verwendet wird, um den KI-Einsatz einerseits zu rechtfertigen (Genauigkeit) und andererseits zivile Opfer als Ausnahmen und Fehler zu behandeln (Ungenauigkeit).\r\n\r\nModeration: Hans-J\u00f6rg Kreowski und Margita Zallmann", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 28, "code": "BBZUTH", "public_name": "Hans-J\u00f6rg Kreowski", "biography": "Hans-J\u00f6rg Kreowski ist Professor (i.R.) f\u00fcr Theoretische Informatik an der Universit\u00e4t Bremen. Neben der theoretischen Fundierung der Informatik hat er sich seit seinem Studium auch in Wort und Schrift mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von Wissenschaft auseinandergesetzt, wobei die Verflechtung von Informatik und R\u00fcstung einen Schwerpunkt bildet. Er ist Gr\u00fcndungsmitglied des Forums InformatikerInnen f\u00fcr Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF), seit langem Mitglied im Vorstand, und von 2003 bis 2009 war er auch dessen Vorsitzender. Er ist Redaktionsmitglied der FIfF-Kommunikation, vertritt das FIfF im Vorstand der Zeitschrift Wissenschaft und Frieden und ist seit 2013 Mitglied der Leibniz-Soziet\u00e4t der Wissenschaften zu Berlin, wo er zusammen mit Wolfgang Hofkirchner den Arbeitskreis Emergente Systeme, Information und Gesellschaft organisiert. Von 2019 bis 2022 war er au\u00dferdem Mitherausgeber des Grundrechte-Reports. Er arbeitet mit im Arbeitskreis \u201eGegen bewaffnete Drohnen\u201c und in der Cyberpeace-Kampagne.", "answers": []}, {"id": 48, "code": "RC3PWZ", "public_name": "Jennifer Menninger", "biography": "Jennifer Menninger ist freiberufliche Expertin f\u00fcr Friedens- und Sicherheitspolitik. Sie besch\u00e4ftigt sich vor allem mit feministischen Perspektiven zu Abr\u00fcstung, Frieden und Digitalisierung.", "answers": []}, {"id": 75, "code": "PULKPG", "public_name": "Rainer Rehak", "biography": "Rainer Rehak ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe \u201eDigitalisierung, Nachhaltigkeit und Teilhabe\u201c am Weizenbaum-Institut f\u00fcr die vernetzte Gesellschaft, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB) und promovierte an der TU Berlin zu gesellschaftlicher Systemgestaltung, systemischer IT-Sicherheit und kollektivem Datenschutz.\r\n\r\nEr studierte Informatik und Philosophie in Berlin und Hong Kong und besch\u00e4ftigt sich seit \u00fcber 15 Jahren mit den Implikationen der Computerisierung der Gesellschaft. Seine Forschungsfelder sind Technikfolgenabsch\u00e4tzung, kollektiver Datenschutz, systemische IT-Sicherheit, staatliches Hacking, Informatik und Ethik, Technikfiktionen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, konviviale und demokratische Digitaltechnik, epistemische Grundlagen von Automatisierung, digitaler (De-)Kolonialismus, sowie die Implikationen und Grenzen von KI-Systemen.\r\n\r\nEr publiziert zudem regelm\u00e4\u00dfig auch in nicht-wissenschaftlichen Medien und ist Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr Parlamente (z. B. den Deutschen Bundestag) und Gerichte (z. B. das Bundesverfassungsgericht). Er initiierte gemeinsam mit anderen Digitalpolitik- sowie Umweltorganisationen die \u201eBits & B\u00e4ume\u201c-Konferenzreihe f\u00fcr Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Rainer Rehak ist Ko-Vorsitz des Forums InformatikerInnen f\u00fcr Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF).", "answers": []}, {"id": 83, "code": "999EUN", "public_name": "Wiebke D\u00f6nnebrink", "biography": "Wiebke D\u00f6nnebrink ist Referentin bei der Gesellschaft f\u00fcr Informatik, wo sie sich vorrangig f\u00fcr mehr Cybersicherheit im KRITIS-Bereich, Datenschutz und einen kritischen Blick auf KI einsetzt. Sie hat Krisen- und Sicherheitsmanagement f\u00fcr Cybersicherheit studiert und freut sich immer \u00fcber die Entdeckung einer neuen Open Source-Anwendung.", "answers": []}, {"id": 97, "code": "MJR7BZ", "public_name": "Marieke Petersen", "biography": "Marieke Petersen ist studierte Sicherheitswissenschaftlerin und \u00fcber Cybersecurity zur Netzpolitik gelangt. Sie stellt sich die Frage, wie Digitalisierung f\u00fcr den Menschen gemacht werden kann: Inklusiv, nachhaltig und sicher. Ziel dabei ist es, die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t Einzelner und einer Gemeinschaft zu gew\u00e4hrleisten.", "answers": []}, {"id": 98, "code": "K9ECJQ", "public_name": "Margita Zallmann", "biography": "Margita Zallmann ist Informatikerin und Volkswirtin. Sie ist seit Ende 2023 Mitglied im Vorstand des Forums InformatikerInnen f\u00fcr Frieden und gesellschaftliche Verantwortung und beteiligt sich an der Cyberpeace-Kampagne des FIfF. 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Flowing across shifting planes, moving through the phases of an uncertain journey, the forces of nature collide and dissolve in their own rhythm. Melt into the fleeting moments of forced stillness that slowly reveal their own space. Overstimulated senses morphing into complete abandon, slowly, as a harmony of balance pushes its way, cutting through the dystopian noise.\r\n\r\n- INTRO\r\n- LANDSLIDE (piano / live)\r\n- ROGUE WAVES / RAUE WELLEN (vintage synth / live)\r\n- EXTENSION (electronic improv)", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 99, "code": "UHW9FG", "public_name": "RBRT", "biography": "RBRT (Robert Oeser) moves between classical, contemporary and electronic music, approaching composition without fixed rules or prescribed forms. His music follows feel and flow, allowing a piece to develop intuitively, not constrained by genre or structure.\r\n\r\nNatural sounds and processes are a recurring source of inspiration: the movement of water, waves and shifting currents can be heard translated into electronic textures, rhythms and evolving sonic landscapes. Real and imagined sounds merge, transformed through electronic means, into something that sits somewhere between the familiar and the surreal.\r\n\r\nWith a background in sound engineering and years of experience across guitar, drums and electronic instruments, RBRT approaches music as much through sound design as through composition. 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Dabei setzt sie auf Dialog statt Polarisierung und macht Perspektiven sichtbar, die in klassischen Medien oft fehlen.\r\n\r\nPaula moderiert am Samstag und Sonntag das FIfFKon-Programm.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 73, "guid": "241ed7cb-4c5e-5f2f-aeb6-a0d562a4a208", "logo": "", "date": "2026-10-31T10:00:00+01:00", "start": "10:00", "duration": "00:20", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-73-small-ai-ber-die-vorteile-kleiner-it-systeme", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/TQCNGX/", "title": "Small AI \u2013 \u00dcber die Vorteile kleiner IT-Systeme", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Das Kernproblem von IT-Systemen und damit auch KI ist Gr\u00f6\u00dfe bzw. Komplexit\u00e4t, aber es geht ja auch anders.", "description": "In diesem Beitrag wird \u201eSmall AI\u201c als Denk- und Designansatz vorgestellt, mit dem wir dem aktuellen fatalen \u201eBigger is better\u201c-Trend bei der Entwicklung (generativer) KI entgegenwirken k\u00f6nnen. Wir stellen verschiedene Dimensionen von \u201eSmall AI\u201c vor: zun\u00e4chst im Hinblick auf die Gr\u00f6\u00dfe der Modelle, da kleinere Modelle sowohl f\u00fcr das Training als auch f\u00fcr die Inferenz weniger Rechenressourcen ben\u00f6tigen und somit einen geringeren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck hinterlassen. Wir erweitern die Bedeutung von \u201eKleinheit\u201c jedoch so, dass sie auch auf politische, epistemische und kulturelle Bereiche Anwendung findet. In diesem Sinne stellt \u201eSmall AI\u201c einen alternativen Leitgedanken f\u00fcr konviviale und postwachstumskompatible IT-Entwicklung dar, die sich auf low-tech und \u201esmall is beautiful\u201c (E. F. Schumacher) st\u00fctzt. Der Beitrag m\u00f6chte diejenigen, die mit bzw. f\u00fcr KI gestalten inspirieren und stellt \u201eSmall AI\u201c als einen reflektierten Technikpfad hin zu einer pluralen und lebenswerten Welt vor.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 75, "code": "PULKPG", "public_name": "Rainer Rehak", "biography": "Rainer Rehak ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe \u201eDigitalisierung, Nachhaltigkeit und Teilhabe\u201c am Weizenbaum-Institut f\u00fcr die vernetzte Gesellschaft, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB) und promovierte an der TU Berlin zu gesellschaftlicher Systemgestaltung, systemischer IT-Sicherheit und kollektivem Datenschutz.\r\n\r\nEr studierte Informatik und Philosophie in Berlin und Hong Kong und besch\u00e4ftigt sich seit \u00fcber 15 Jahren mit den Implikationen der Computerisierung der Gesellschaft. Seine Forschungsfelder sind Technikfolgenabsch\u00e4tzung, kollektiver Datenschutz, systemische IT-Sicherheit, staatliches Hacking, Informatik und Ethik, Technikfiktionen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, konviviale und demokratische Digitaltechnik, epistemische Grundlagen von Automatisierung, digitaler (De-)Kolonialismus, sowie die Implikationen und Grenzen von KI-Systemen.\r\n\r\nEr publiziert zudem regelm\u00e4\u00dfig auch in nicht-wissenschaftlichen Medien und ist Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr Parlamente (z. B. den Deutschen Bundestag) und Gerichte (z. B. das Bundesverfassungsgericht). Er initiierte gemeinsam mit anderen Digitalpolitik- sowie Umweltorganisationen die \u201eBits & B\u00e4ume\u201c-Konferenzreihe f\u00fcr Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Rainer Rehak ist Ko-Vorsitz des Forums InformatikerInnen f\u00fcr Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF).", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 86, "guid": "acb85598-d515-5fdc-a533-99073c7b4ff1", "logo": "", "date": "2026-10-31T10:20:00+01:00", "start": "10:20", "duration": "00:20", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-86-digitale-zahlungsinfrastrukturen-und-die-politische-konomie-der-bezahlkarte-fr-asylsuchende-in-deutschland", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/VVLKNV/", "title": "Digitale Zahlungsinfrastrukturen und die politische \u00d6konomie der Bezahlkarte f\u00fcr Asylsuchende in Deutschland", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Der Beitrag untersucht die Bezahlkarte f\u00fcr Asylsuchende als digitale Zahlungsinfrastruktur und analysiert die Zusammenarbeit staatlicher Beh\u00f6rden mit globalen Zahlungsunternehmen. Er zeigt, wie finanzielle Infrastrukturen zu Instrumenten migrationspolitischer Kontrolle werden und erweitert Debatten \u00fcber Digitalisierung und Autokratisierung um die politische Rolle globaler Zahlungsunternehmen.", "description": "Debatten \u00fcber digitale Macht und autorit\u00e4re Entwicklungen konzentrieren sich h\u00e4ufig auf Big-Tech-Unternehmen. Deutlich weniger Aufmerksamkeit erh\u00e4lt die Rolle globaler Zahlungsunternehmen, obwohl sie zunehmend digitale Infrastrukturen bereitstellen, \u00fcber die staatliche (autorit\u00e4re) Politik umgesetzt wird. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die 2024 eingef\u00fchrte Bezahlkarte f\u00fcr Asylsuchende in Deutschland. Sozialleistungen werden dabei nicht mehr auf regul\u00e4re Bankkonten, sondern auf eine Prepaid-Debitkarte \u00fcberwiesen. Der Gro\u00dfteil dieser Karten wird von Secupay verwaltet und \u00fcber Visa ausgegeben; weitere Bundesl\u00e4nder nutzen Mastercard oder andere private Anbieter. Mit der Bezahlkarte entstand damit eine exklusive digitale Zahlungsinfrastruktur f\u00fcr eine klar definierte Bev\u00f6lkerungsgruppe, die gleichzeitig einen neuen Markt f\u00fcr private Zahlungsunternehmen er\u00f6ffnet.\r\nDer Beitrag untersucht die neuen polit\u00f6konomischen Arrangements, die aus der Zusammenarbeit staatlicher Beh\u00f6rden und privater Zahlungsunternehmen entstehen. Er fragt, welche Folgen die Auslagerung migrationspolitischer Ma\u00dfnahmen an private Zahlungsunternehmen f\u00fcr die Gestaltung digitaler Zahlungsinfrastrukturen hat und wie sich staatliche Kontrolle dadurch ver\u00e4ndert. Theoretisch kn\u00fcpft der Beitrag an Arbeiten zur politischen \u00d6konomie von Zahlungsinfrastrukturen, zu Financial und Predatory Inclusion sowie zum Immigration Industrial Complex an. Ich argumentiere, dass globale Zahlungsunternehmen eine bislang wenig beachtete Erweiterung dieses Komplexes darstellen. Migration wird dadurch nicht nur zum Gegenstand staatlicher Kontrolle, sondern zugleich zu einem neuen Markt f\u00fcr Unternehmen, die digitale Kontroll- und Zahlungsinfrastrukturen entwickeln und betreiben.\r\nEmpirisch basiert der Beitrag auf Interviews mit Nutzer*innen der Bezahlkarte, Sozialarbeiter*innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, mehr als 200 internen Dokumenten deutscher Ministerien und Verwaltungsbeh\u00f6rden sowie Vortr\u00e4gen, Webinaren und Pr\u00e4sentationen der beteiligten Unternehmen.\r\nDie Analyse zeigt, dass die Bezahlkarte weit \u00fcber die Funktion eines Zahlungsmittels hinausgeht. Die technische Ausgestaltung der Karte \u00fcbersetzt migrationspolitische Zielsetzungen in konkrete Einschr\u00e4nkungen allt\u00e4glicher finanzieller Praktiken. Einschr\u00e4nkungen von Bargeld und \u00dcberweisungen, regionale Nutzungsbeschr\u00e4nkungen sowie Whitelists erm\u00f6glichen neue Formen der Kontrolle, \u00dcberwachung und Rationierung allt\u00e4glicher finanzieller Handlungen. Finanzielle Exklusion ist dabei kein Nebeneffekt, sondern ein zentrales Gestaltungsprinzip der Infrastruktur.\r\nIch argumentiere, dass die Bezahlkarte als Containment Infrastructure verstanden werden kann: als digitale Infrastruktur, deren Funktion darin besteht, Mobilit\u00e4t, finanzielle Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe gezielt zu begrenzen. Der Fall zeigt, wie digitale Zahlungsinfrastrukturen genutzt werden, um migrationspolitische Kontrolle technisch zu organisieren und finanzielle Handlungsm\u00f6glichkeiten unterschiedlich zu verteilen. Er erweitert damit Debatten \u00fcber Digitalisierung und Autokratisierung um die bislang wenig beachtete Rolle globaler Zahlungsunternehmen und macht sichtbar, wie sich der Immigration Industrial Complex gegenw\u00e4rtig um digitale Zahlungsinfrastrukturen erweitert.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 85, "code": "ZSQYQU", "public_name": "Alexandra Keiner", "biography": "Alexandra Keiner ist Soziologin am Weizenbaum-Institut in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Wirtschaftssoziologie, digitale Finanz- und Zahlungsinfrastrukturen sowie Migration. In ihrer Dissertation untersucht sie die politische \u00d6konomie digitaler Zahlungssysteme und besch\u00e4ftigt sich unter anderem mit der Bezahlkarte f\u00fcr Asylsuchende in Deutschland sowie der Digitalisierung von Auslands\u00fcberweisungen.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 104, "guid": "a04c3a03-1b33-50b8-b053-d38668a17fa7", "logo": "", "date": "2026-10-31T10:40:00+01:00", "start": "10:40", "duration": "00:20", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-104-kekschenpause", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/T7JMXX/", "title": "Kekschenpause", "subtitle": "", "track": "Pause", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "P\u00e4uschen f\u00fcr K\u00e4ffchen und Kekschen", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 80, "guid": "da6d904c-d25b-5aa6-b2a2-eb179c5e31c3", "logo": "", "date": "2026-10-31T11:00:00+01:00", "start": "11:00", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-80-common-ground-common-cloud-community-data-center-als-antwort-auf-machtasymmetrien-und-polykrise", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/CCSB3D/", "title": "Common Ground, Common Cloud \u2013 Community Data Center als Antwort auf Machtasymmetrien und Polykrise", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Rechenzentren (RZ) sind das physische R\u00fcckgrat vieler digitaler Anwendungen. Sie stehen an der Schnittstelle von Digitalisierung, Energieversorgung, Klimawandel, globalen Lieferketten und Sicherheitspolitik (Edwards et al., 2024). An Rechenzentren werden die Dynamiken der Polykrise besonders deutlich: Energieengp\u00e4sse verteuern den energieintensiven Betrieb und erschweren gleichzeitig Klimaschutzma\u00dfnahmen. Steigende Temperaturen und zunehmende Hitzeperioden erh\u00f6hen den K\u00fchlbedarf von Servern und damit auch den Strom- und Wasserverbrauch. Zudem konkurrieren gro\u00dfe RZ mit ihrem hohen Energie- und Wasserbedarf direkt mit den Bed\u00fcrfnissen lokaler Akteur:innen und der Zivilgesellschaft. St\u00f6rungen globaler Lieferketten und Handelseinschr\u00e4nkungen durch geopolitische Konflikte wirken sich auf die Verf\u00fcgbarkeit von Hardware und Ersatzteilen sowie auf Cyberrisiken aus. \r\nRZ sind Orte, an denen sich die Machtkonzentration einiger weniger Big-Tech-Unternehmen materialisiert (Brodie, 2023). Sie kontrollieren gro\u00dfe Teile der digitalen Wertsch\u00f6pfungskette, von Daten \u00fcber Algorithmen und Plattformen bis hin zur Recheninfrastruktur. Technologien und damit verbundene konventionelle Infrastrukturans\u00e4tze von Big-Tech-Unternehmen tragen zur Rationalisierung und Verfestigung bestehender Herrschaftsstrukturen bei (Weizenbaum, 1978). Dabei sind die gesellschaftlichen Kosten und Nutzen von RZ weitestgehend ungleich verteilt. Lokale Gemeinden und B\u00fcrger:innen tragen h\u00e4ufig die direkten Umweltfolgen (Rehak, 2024), w\u00e4hrend die finanziellen Gewinne bei den Unternehmen und steuerlich anderswo anfallen. \r\nInternational formieren sich zunehmend Proteste gegen den Ausbau gro\u00dfer RZ. Allein in den USA beteiligen sich mittlerweile fast eine halbe Million Menschen an Protesten gegen RZ. Aber auch andernorts wie beispielsweise in Marseille, Dublin, Arag\u00f3n und Cear\u00e1 organisieren sich B\u00fcrger:innen (Dachwitz und Vorkul 2026). Auch in Deutschland nimmt der Widerstand gegen geplante Rechenzentren zu. Der Fall Maintal verdeutlicht exemplarisch, dass sich die Konflikte nicht auf die Infrastruktur beschr\u00e4nken, sondern Fragen der Energieversorgung, Umweltbelastung, kommunaler Mitbestimmung und demokratischer Legitimation betreffen (Ronge 2026).\r\nW\u00e4hrend viele Regierungen gerade erst den Regulierungsbedarf gegen\u00fcber RZ begreifen, haben sich \u00fcber Jahre weltweit bereits diverse, gemeinschaftlich getragene RZ etabliert. Diese werden in diesem Beitrag unter dem Begriff Community Data Center (CDCe) zusammengefasst und als potenzielle Alternative zu den von Big-Tech-Unternehmen gepr\u00e4gten oligopolistischen Strukturen untersucht. Dennoch bleiben gemeinschaftlich getragene RZ bislang eine Nischenerscheinung und ihre Ausgestaltungsformen sind kaum systematisch erfasst. Daraus ergibt sich folgende Fragestellung f\u00fcr diesen Beitrag: Welche Gestaltungsmerkmale gemeinschaftlicher Rechenzentren lassen sich konzeptionell und empirisch identifizieren, und welche Potenziale und Grenzen weisen sie im Umgang mit den Dynamiken der Polykrise auf?\r\nZur Beantwortung dieser Frage erfolgt die Analyse in zwei Schritten. Erstens wird ein M\u00f6glichkeitsraum der Gestaltungsmerkmale f\u00fcr CDCe konstruiert, der die Bandbreite m\u00f6glicher Auspr\u00e4gungen systematisch beschreibt. Dieser M\u00f6glichkeitsraum leitet sich aus der Analyse realer Fallbeispiele (wie WOBCOM, dem feministischen Serverkollektiv actinomy in Bremen, Dataport in Norddeutschland und der Genossenschaft GAD eG) sowie aus 34 idealtypischen CDCe-Modellen ab, die im Rahmen partizipativer Workshops mit 130 Menschen erarbeitet wurden. Zweitens evaluieren wir kritisch, ob und inwiefern CDCe den Auswirkungen und krisenverst\u00e4rkenden Dynamiken der Polykrise in lokalen Gemeinschaften entgegenwirken k\u00f6nnen.\r\nZiel des Beitrags ist die Entwicklung eines konzeptionellen M\u00f6glichkeitsraums gemeinschaftlicher Rechenzentren. Die resultierende Taxonomie schafft einen analytischen Rahmen, um unterschiedliche CDCe-Modelle hinsichtlich ihrer Potenziale und Grenzen im Umgang mit den Dynamiken der Polykrise systematisch zu vergleichen. Dadurch werden unterschiedliche Governance-, Eigentums- und Infrastrukturmodelle gemeinschaftlicher Rechenzentren sowie ihre jeweiligen Resilienzpotenziale systematisch vergleichbar gemacht. Zugleich macht sie sichtbar, unter welchen Bedingungen CDCe einen Beitrag zum Abbau bestehender Machtasymmetrien in der digitalen Infrastruktur leisten k\u00f6nnen.\r\n\r\nLiteraturverzeichnis\r\n\r\nBrodie, P. (2023). Data infrastructure studies on an unequal planet. Big Data & Society, 10(1), 20539517231182402. https://doi.org/10.1177/20539517231182402\r\n\r\nEdwards, D., Cooper, Z. G. T., & Hogan, M. (2025). The making of critical data center studies. Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies, 31(2), 429\u2013446. https://doi.org/10.1177/13548565231224157\r\n\r\nRehak, R. (2024, September 30). On the (im)possibility of sustainable artificial intelligence. Internet Policy Review. https://policyreview.info/articles/news/impossibility-sustainable-artificial-intelligence/1804\r\n\r\nRonge, M. (2026, May 11). Plan\u00e4nderung bei Rechenzentrum in Maintal. hessenschau.de. https://www.hessenschau.de/wirtschaft/rechenzentrum-in-maintal-proteste-bringen-projekt-ins-stocken-v2,maintal-rechenzentrum-gestoppt-100.html\r\n\r\nVorkul, L., & Dachwitz, I. (2026). Rechenzentren sind Vampire: Wo sich lokaler Widerstand gegen den KI-Hype formiert. netzpolitik.org. https://netzpolitik.org/2026/rechenzentren-sind-vampire-wo-sich-lokaler-widerstand-gegen-den-ki-hype-formiert/\r\n\r\nWeizenbaum, J. (2023). Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft (16. Aufl., U. Rennert, \u00dcbers.). Suhrkamp. (Originalwerk erschienen 1976)", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 78, "code": "MCLCV3", "public_name": "Oliver Meurer", "biography": "Oliver Meurer ist studentischer Mitarbeiter im Forschungsprojekt \u201eCommunity Data Centers\u201c der Forschungsgruppe \u201eDigitalisierung, Nachhaltigkeit und Teilhabe\u201c unter der Leitung von Dr. Andr\u00e9 Ullrich. Er studiert Internationale Entwicklung im Master an der Universit\u00e4t Wien und arbeitet dort zudem als Tutor f\u00fcr Transdisziplin\u00e4re Entwicklungsforschung.", "answers": []}, {"id": 79, "code": "NZJNJD", "public_name": "Tara Merk", "biography": "Tara Merk ist Postdoc am Weizenbaum-Institut, wo sie zum Thema Community Data Centers forscht. Zuvor arbeitete sie u.a. im Rahmen des ERC BlockchainGov am CNRS Paris, als ICDE-Fellow an der New School NY, bei Metagov und Other Internet. Ziel ihrer Arbeit ist die Erforschung innovativer Eigentumsmodelle, die mehr Menschen Mitspracherechte und finanzielle Beteiligungen an digitalen Infrastrukturen \u2013 von Plattformen bis hin zu Rechenzentren \u2013 erm\u00f6glichen.", "answers": []}, {"id": 84, "code": "TY83SR", "public_name": "Andr\u00e9 Ullrich", "biography": "Andr\u00e9 Ullrich leitet die Forschungsgruppe \u201eDigitalisierung, Nachhaltigkeit und Teilhabe\u201c am Weizenbaum-Institut f\u00fcr die vernetzte Gesellschaft und habilitiert sich gegenw\u00e4rtig zu verantwortungsvoller und nachhaltiger Digitalisierung. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Potsdam und Moskau und promovierte zu Eigenschaften wandlungsf\u00e4higer Systeme an der Universit\u00e4t Potsdam. Dort baute er auch die Lernfabrik im Zentrum Industrie 4.0 auf und leitete diese. Als Gastwissenschaftler war er an den Universit\u00e4ten Stellenbosch, Queensland University of Technology sowie Hong Kong Polytechnic University t\u00e4tig. Danach arbeitete er im Rahmen einer Nachwuchsforschergruppe an transformativen Potentialen digital vernetzter Produktion f\u00fcr Mensch, Umwelt und Technik als Post-Doktorand an der Universit\u00e4t Potsdam. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen im Themenbereich der Chancen und Risiken der Digitalisierung f\u00fcr die sozial-\u00f6kologische Transformation von Unternehmen und Gesellschaft.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 87, "guid": "e0b8be0d-3f09-5847-8031-5d32472cb7be", "logo": "", "date": "2026-10-31T11:45:00+01:00", "start": "11:45", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-87-dezentraler-jugendschutz-im-fediverse-", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/B73B33/", "title": "Dezentraler Jugendschutz im Fediverse?", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Mit dem Ziel, Jugendliche zu sch\u00fctzen, f\u00fchrt nach Neuseeland auch Frankreich ein Verbot von Social Media f\u00fcr junge Menschen ein. Weitere L\u00e4nder wollen nachziehen, auch Deutschland diskutiert. Kritiker*innen halten dagegen: Statt Verboten brauche es Plattformen, die Menschen, und insbesondere Jugendlichen, nicht schaden. \r\n\r\nWo steht das Fediverse in diesem Spannungsfeld? Als digital-souver\u00e4n gehandelte und dezentrale Alternative zu Big-Tech-Monopolen kommt es ohne Empfehlungsalgorithmen und Werbung aus. M\u00fcsste es also nicht Teil der L\u00f6sung sein? Bisher taucht das Fediverse in der Debatte zu Social Media und Jugendschutz jedoch kaum auf. Dabei w\u00e4re es eine gute Gelegenheit, das Fediverse st\u00e4rker ins \u00f6ffentliche Bewusstsein zu r\u00fccken, seine Vorteile gegen\u00fcber Big Tech zu zeigen und gleichzeitig offene Fragen der Gestaltung anzugehen. Was lie\u00dfe sich bei der derzeit dezentralen Architektur mit verteilten und plattformeigenen Regeln und komplexer Governance \u00fcberhaupt an gesetzlichen Vorlagen umsetzen? Gibt es m\u00f6glicherwise schon praktikable L\u00f6sungen auf einzelnen Instanzen, von denen sich lernen l\u00e4sst?\r\n\r\nGenau das wollen wir in einem partizipativen Workshop er\u00f6rtern. Ein kurzer Impuls stellt eine Studie zu \u00fcber 15.000 Fediverse-Instanzen und ihren Regeln und Moderationspraktiken mit Fokus auf Hate Speech und Misinformation vor, um einen \u00dcberblick \u00fcber den Status quo zu geben. Anschlie\u00dfend gehen wir mit euch ins Gespr\u00e4ch dar\u00fcber, welche Rolle das Fediverse \u00fcberhaupt einnehmen kann oder sollte. Will bzw. sollte es \u00fcberhaupt jugendfreundlich sein? Wenn ja, wie jugendfreundlich ist es jetzt schon? Und welche technischen oder theoretischen M\u00f6glichkeiten g\u00e4be es, um Jugendschutz im Fediverse zu gew\u00e4hrleisten?\r\n\r\nAuch wenn wir nicht auf alle Fragen Antworten finden werden, wollen wir herausarbeiten, welche Rolle das Fediverse im Bezug auf Jugendschutz einnehmen k\u00f6nnte oder sollte. Daraus lassen sich konkrete Forderungen des FIfF an die Politik dar\u00fcber ableiten, welche Ma\u00dfnahmen ergriffen werden sollten.", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": true, "persons": [{"id": 86, "code": "RRBZND", "public_name": "Dorian Wachsmann", "biography": "Dorian Wachsmann arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum \u00d6ffentliche IT (\u00d6FIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS. Seine Themenschwerpunkte sind nachhaltige Digitalisierung und K\u00fcnstliche Intelligenz. Au\u00dferdem arbeitet er im Bereich der Web \u2013 und Softwareentwicklung. Er absolvierte ein Masterstudium der Informatik mit Fokus auf K\u00fcnstliche Intelligenz und Internettechnologien an der Freien Universit\u00e4t Berlin", "answers": []}, {"id": 87, "code": "RAATLK", "public_name": "Mareike Lisker", "biography": "Mareike Lisker arbeitete am HIIG als studentische Mitarbeiterin in dem Forschungsprogramm \u201eDaten, Akteure, Infrastrukturen\u201c.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 93, "guid": "7e5e1019-f5f7-5cbe-a1ce-f76faae6d8ca", "logo": "", "date": "2026-10-31T12:30:00+01:00", "start": "12:30", "duration": "01:00", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-93-mittagspause", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/TEWYTN/", "title": "Mittagspause", "subtitle": "", "track": "Pause", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Austausch und Schmaus.", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": true, "persons": [], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 88, "guid": "f1ae05a3-b6d5-586a-b8fa-18a801d58af6", "logo": "", "date": "2026-10-31T13:30:00+01:00", "start": "13:30", "duration": "01:00", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-88-schreiben-jenseits-von-llms-als-denktechnik-in-der-informatik", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/9REJQY/", "title": "Schreiben jenseits von LLMs als Denktechnik in der Informatik", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "In diesem Workshop mit partizipativen Elementen geht es um Schreiben als Trotz und Schreiben als Widerstand \u2013 gerade in der Informatik. Die zentrale Frage, die wir bearbeiten und in die Diskussionen mitnehmen werden, ist dabei: \r\nWie kann das Schreiben als Denktechnik f\u00fcr die Informatik nutzbar gemacht werden?", "description": "In diesem Workshop mit partizipativen Elementen geht es um Schreiben als Trotz und Schreiben als Widerstand \u2013 gerade in der Informatik. Die zentrale Frage, die wir bearbeiten und in die Diskussionen mitnehmen werden, ist dabei: Wie kann das Schreiben als Denktechnik f\u00fcr die Informatik nutzbar gemacht werden?\r\n\r\nSchreiben wird uns derzeit von Tech-Konzernen als eine l\u00e4stige Routinet\u00e4tigkeit verkauft, die uns durch LLMs abgenommen werden kann: Aus den meisten der in Arbeitskontexten \u00fcblichen E-Mail Clients ist die KI-\u00dcberarbeitung kaum herauszubekommen; an Lernende, Lesende und Studierende wird von \u00fcberall \u201eFormulierungshilfe\u201c angeboten. \r\n\r\nGleichzeitig ist es so, dass von Menschen geschriebener Text immer wertvoller f\u00fcr die Entwicklung von LLMs wird. Es kommen immer mehr Kooperationen zustande, sodass Tech-Unternehmen an menschlich geschriebenen Text gelangen, zum Beispiel an Reddit-Beitr\u00e4ge. Au\u00dferdem sind mehrere gro\u00dfe Gerichtsverfahren anh\u00e4ngig, in denen Tech-Unternehmen vorgeworfen wird, auf der Suche nach potenziellen Trainingsdaten Urheberrecht zu verletzen.\r\n\r\nTrainiert man ein Sprachmodell auf synthetischen \u2013 also KI-generierten \u2013 Texten, was ja die L\u00f6sung dieses Problems sein k\u00f6nnte, dann passiert ein sogenannter \u201emodel collapse\u201c \u2013 das Sprachmodell verliert an Qualit\u00e4t und die Outputs werden schnell schlecht und unbrauchbar. \r\n\r\nVielleicht ist dieses Scheitern an der Weiterverwertung von synthetischen Texten ein Hinweis auf das Scheitern von synthetischen Texten selbst; vielleicht ist da ein Hinweis auf den zentralen Widerspruch, der unter allem sitzt: \r\n\r\nEs wird \u00fcberall nach menschlichen Textdaten gesucht. Andererseits wollen Tech-Unternehmen uns mit ihrem aus unseren Worten produzierten Produkt sagen, dass wir selbst nichts mehr schreiben m\u00fcssen. Dass das Sprachmodell f\u00fcr uns schreiben kann. Dass es keinen Grund f\u00fcr uns gibt, etwas zu schreiben, wenn uns ein Sprachmodell zur Verf\u00fcgung steht. Dass auch hier Automatisierung uns die \u201eRoutinet\u00e4tigkeit\u201c des Schreibens einfach abnehmen kann. (Der eine Fall, in dem kaum jemand etwas gegen Automatisierung sagt, ist die Automatisierung von \u201eRoutinet\u00e4tigkeiten\u201c.) \r\nDas passt insgesamt nicht zusammen.\r\n\r\nVor diesem Hintergrund besteht dieser Workshop aus drei Teilen:\r\n\r\nIn Teil 1 gebe ich einen Input zu der Urheberrechts-Problematik und zu verschiedenen Rechtsstreitigkeiten sowie zu verschiedenen Kooperationen von Tech-Unternehmen. Au\u00dferdem besprechen wir aktuelle Arbeiten zu \u201emodel collapse\u201c durch das Training mit synthetischen Daten, um die Besonderheit von nicht-synthetischen Texten zu erarbeiten.\r\n\r\nIn Teil 2 werden wir aktiv: Zuerst tragen wir zusammen, in welchen \u2013 vielleicht auch \u00fcberraschenden \u2013 Kontexten in der Informatik das Schreiben als Denktechnik nutzbar gemacht werden kann. Dann machen wir, angelehnt an die \u201e\u00e9criture automatique\u201c und das Konzept des \u201eSchreibdenkens\u201c (Scheuermann, 2016), praktische kleine Schreib\u00fcbungen. Dabei geht es um Schreiben als Formulieren eigener Gedanken, als explizites Hervorbringen von implizit vorhandenen Ideen, Gedanken und Zusammenh\u00e4ngen. \r\nSchlie\u00dflich reflektieren wir \u00fcber die \u00dcbungen.\r\n\r\nIn Teil 3 wird es ganz \u201eluddite\u201c: Wir besprechen eine Studie, die die Vorteile des Schreibens mit Stift und Papier gegen\u00fcber dem Schreiben mit Tastatur beleuchtet. \r\n\r\nAm Ende tragen wir die Gedanken, Erkenntnisse und Ideen der Gruppe f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfere Diskussion zusammen.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 88, "code": "Q3PE7F", "public_name": "Paola Lopez", "biography": "Paola Lopez ist Mathematikerin und gro\u00dfe Verfechterin des Schreibens: Sie schreibt wissenschaftliche Texte als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Informatik der Uni Bremen; sie schreibt essayistisch in ihrer \u201eKI-Kolumne\u201c in der Zeitschrift \u201eMerkur\u201c; au\u00dferdem schreibt sie literarisch, zuletzt als Autorin des Romans \u201eDie Summe unserer Teile\u201c.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 68, "guid": "cdc08eb6-6610-55ff-8767-4400ab7d0d0f", "logo": "/media/fiffkon26/submissions/LSZRA7/250910_Repaircafe_Kreisler_Taz-25_VD8xD6g.jpg", "date": "2026-10-31T14:30:00+01:00", "start": "14:30", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-68-die-materielle-kehrseite-der-digitalisierung-und-wie-wir-sie-reparieren-und-vor-ort-reparaturinfrastruktur-fr-alle-und-alles-aufbauen", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/LSZRA7/", "title": "Die materielle Kehrseite der Digitalisierung \u2013 und wie wir sie reparieren und vor Ort Reparaturinfrastruktur f\u00fcr alle und alles aufbauen", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Jedes Smartphone, jedes Rechenzentrum, jede KI-Anwendung hat eine Kehrseite: Rohstoffe, Energie, Elektroschrott. W\u00e4hrend \u201edigitale Resilienz\" meist als Frage von mehr Technologie verhandelt wird, schauen wir auf die Materialit\u00e4t und fragen, welche  Infrastruktur es braucht, um da rauszukommen und danach, was Nachbarschaften in der Polykrise tats\u00e4chlich widerstandsf\u00e4hig macht. Unsere These: kooperativ getragene, dezentrale Infrastrukturen der Reparatur, Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft als Grundversorgung, gerne rechtlich und kommunal dauerhaft verankert. Reparatur ist kein Nischenthema, sondern handfeste IT- und Ressourcenpolitik.", "description": "Der Beitrag verbindet Forschung und Praxis: das RIFS Discussion Paper \u201eDare to Design for Disaster\" (Mieulet/Jerchel 2026) und den Betrieb eines Reparatur- und Leihladens (Kreisler e.V.) in der Berliner Gropiusstadt. Reparatur, Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft begreifen wir dabei nicht als Nischenthema, sondern als netz- und ressourcenpolitisches Handlungsfeld der Daseinsvorsorge.\r\nIm Zentrum steht die Frage, wie Multistakeholder-Arrangements \u2013 Public-Civic-Partnerships \u2013 Reparaturinfrastruktur tragf\u00e4hig machen. Der Vergleich Frankreich/Deutschland zeigt, wie weit derselbe EU-Rechtsrahmen in der Umsetzung auseinanderlaufen kann: Frankreich verschr\u00e4nkt Herstellerverantwortung, \u00f6ffentliche Hand und lokale Tr\u00e4gerstrukturen so, dass Reparatur tats\u00e4chlich in die Fl\u00e4che kommt \u2013 getragen von vielen Schultern statt von einzelnen Initiativen. Genau hier liegt der Hebel: Wo Public-Civic-Partnerships die Verantwortung verteilen und dauerhafte Finanzierung erm\u00f6glichen, wird resiliente Low-Tech-Infrastruktur vor Ort verankert, gemeinsam getragen und andernorts replizierbar \u2013 als konkreter Weg in eine Circular Society.\r\nCa. 25 Min. Input, der von der materiellen Kehrseite der Digitalisierung \u00fcber den Vergleich Frankreich/Deutschland bis zur Praxis von Kreisler f\u00fchrt \u2013 gefolgt von 20 Min. moderierter Diskussion entlang der Leitfrage \u201eWie organisieren wir Reparatur als verl\u00e4ssliche, kommunal-kooperativ finanzierte Daseinsvorsorge?\". Die Diskussion ist bewusst anschlussf\u00e4hig an ein offenes Podium gedacht.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 72, "code": "P3EPAB", "public_name": "Cl\u00e9o Mieulet", "biography": "Cl\u00e9o Mieulet war 2025/2026 Senior Fellow am Forschungsinstitut f\u00fcr Nachhaltigkeit (RIFS) Potsdam und ist Resilienzagentin der Designagentur NEW STANDARD.S. Sie mit Mitgr\u00fcnderin des Social Franchise KREISLER in Berlin-Neuk\u00f6lln, das einen Verbund von Nachbarschaftsl\u00e4den mit Leih- und Reparaturinfrastruktur schafft. Sie wirkt mit im Verbund Kooperatives Wirtschafen Deutschland und RIPESS. Sie ist Mitglied des CSX-Netzwerks e.V. f\u00fcr Gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften.", "answers": []}, {"id": 95, "code": "YX8BBJ", "public_name": "Paul Jerchel", "biography": "Paul Jerchel ist Vorstandsmitglied des Instituts f\u00fcr Unternehmensdemokratie, das genossenschaftliche Nachfolgen durch Belegschaften begleitet. Im Rahmen der Schriftenreihe RIFS Discussion Papers erschien von ihm zuletzt \"Commons -Public Partnerships. Neue Kooperationsformen f\u00fcr die sozial\u00f6kologische Transformation\" (mit Judith Pape, 2022). Er ist Mitglied des CSX-Netzwerks e.V. f\u00fcr Gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 94, "guid": "ea8ac995-6655-5283-b373-0d453dc37c62", "logo": "", "date": "2026-10-31T15:15:00+01:00", "start": "15:15", "duration": "00:30", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-94-kaffeepause", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/FF9DRV/", "title": "Kaffeepause", "subtitle": "", "track": "Pause", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Get together mit Hei\u00dfgetr\u00e4nken und guten Keksen.", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": true, "persons": [], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 76, "guid": "8a1cae78-41c3-5c04-969c-023c4c3f2490", "logo": "", "date": "2026-10-31T15:45:00+01:00", "start": "15:45", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-76-verleihung-weizenbaum-studienpreise", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/KPQ7L9/", "title": "Verleihung Weizenbaum-Studienpreise", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Verleihung Weizenbaum-Studienpreise", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 65, "code": "U3NCKU", "public_name": "Stefan H\u00fcgel", "biography": "Stefan H\u00fcgel ist seit 1993 Mitglied des FIfF, seit 1994 Diplom-Informatiker und seit 2009 Vorsitzender des FIfF. Seine Interessensgebiete sind IT-Sicherheit und Datenschutz, K\u00fcnstliche Intelligenz und die friedliche Nutzung der Informatik. Zus\u00e4tzlich k\u00fcmmert er sich um die Redaktion der FIfF-Kommunikation und den Weizenbaum-Studienpreis. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 77, "guid": "d3006acd-f539-59c0-8323-5d0b1ab30ddb", "logo": "", "date": "2026-10-31T16:30:00+01:00", "start": "16:30", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-77-fiff-jahresrckblick-2026", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/JZD39K/", "title": "FIfF-Jahresr\u00fcckblick 2026", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "FIfF-Jahresr\u00fcckblick 2026", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 65, "code": "U3NCKU", "public_name": "Stefan H\u00fcgel", "biography": "Stefan H\u00fcgel ist seit 1993 Mitglied des FIfF, seit 1994 Diplom-Informatiker und seit 2009 Vorsitzender des FIfF. Seine Interessensgebiete sind IT-Sicherheit und Datenschutz, K\u00fcnstliche Intelligenz und die friedliche Nutzung der Informatik. Zus\u00e4tzlich k\u00fcmmert er sich um die Redaktion der FIfF-Kommunikation und den Weizenbaum-Studienpreis. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.", "answers": []}, {"id": 75, "code": "PULKPG", "public_name": "Rainer Rehak", "biography": "Rainer Rehak ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe \u201eDigitalisierung, Nachhaltigkeit und Teilhabe\u201c am Weizenbaum-Institut f\u00fcr die vernetzte Gesellschaft, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB) und promovierte an der TU Berlin zu gesellschaftlicher Systemgestaltung, systemischer IT-Sicherheit und kollektivem Datenschutz.\r\n\r\nEr studierte Informatik und Philosophie in Berlin und Hong Kong und besch\u00e4ftigt sich seit \u00fcber 15 Jahren mit den Implikationen der Computerisierung der Gesellschaft. Seine Forschungsfelder sind Technikfolgenabsch\u00e4tzung, kollektiver Datenschutz, systemische IT-Sicherheit, staatliches Hacking, Informatik und Ethik, Technikfiktionen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, konviviale und demokratische Digitaltechnik, epistemische Grundlagen von Automatisierung, digitaler (De-)Kolonialismus, sowie die Implikationen und Grenzen von KI-Systemen.\r\n\r\nEr publiziert zudem regelm\u00e4\u00dfig auch in nicht-wissenschaftlichen Medien und ist Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr Parlamente (z. B. den Deutschen Bundestag) und Gerichte (z. B. das Bundesverfassungsgericht). Er initiierte gemeinsam mit anderen Digitalpolitik- sowie Umweltorganisationen die \u201eBits & B\u00e4ume\u201c-Konferenzreihe f\u00fcr Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Rainer Rehak ist Ko-Vorsitz des Forums InformatikerInnen f\u00fcr Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF).", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 101, "guid": "3f1184aa-8a99-5a88-9bda-add12a6c2827", "logo": "", "date": "2026-10-31T17:30:00+01:00", "start": "17:30", "duration": "01:00", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-101-abendessen", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/BHSL8T/", "title": "Abendessen", "subtitle": "", "track": "Pause", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Veganes Abendessen in jedem Ticket enthalten.", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": true, "persons": [], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 84, "guid": "e51085cb-462a-5ace-aba2-73dbb3ae64a4", "logo": "", "date": "2026-10-31T18:30:00+01:00", "start": "18:30", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-84-autonomie-autarkie-ataraxie-antipolitik-anarchistische-organisierung-im-wandel-der-zeit-erfahrungen-analyse-konzepte", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/XLXUA9/", "title": "Autonomie, Autarkie, Ataraxie, Antipolitik - Anarchistische Organisierung im Wandel der Zeit - Erfahrungen, Analyse, Konzepte", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "In einem Vortrag (25 min) wollen wir unsere Erfahrungen mit analoger und digitaler anarchistischer Organisierung aus 35 Jahren anhand ausgew\u00e4hlter Beispiele reflektieren und damit die zugrundeliegenden Konzepte hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit einordnen. Anschlie\u00dfend wollen wir dar\u00fcber auch in den Austausch kommen und Ans\u00e4tze f\u00fcr Weiterentwicklungen diskutieren (20 min). Dabei m\u00f6chten wir den Fokus unter Anderem darauf legen, wie sich analoge Organisierung mit der digitalen Entwicklung ver\u00e4ndert hat und was sich daraus f\u00fcr den weiteren Digitalisierungprozess lernen l\u00e4sst.", "description": "Anarchistische Organisierung verkn\u00fcpft eine gro\u00dfe Vielfalt von Ans\u00e4tzen und Methoden. Dabei ist insbesondere das konstruktive Wechselspiel von Theorie und Praxis von gro\u00dfer Bedeutung. Aus theoretischen Konzepten werden mehr oder weniger stringent praktische Methoden abgeleitet und diese dann rekursiv weiterentwickelt. Daf\u00fcr ist es oft sinnvoll, anfangs keine allzu konkrete Zielvorstellung zu haben, um in der Praxis m\u00f6glichst umfassende Mittel-Zweck-Kongruenz realisieren zu k\u00f6nnen.\r\n\r\nUnserer Meinung nach ist dar\u00fcber auch ein enormes transformatives Potential vorhanden, da beobachtet werden kann, dass viele Menschen in bestimmten Situationen bzw. Kontexten im Widerspruch zur vorherrschenden Politik anarchistisch denken. Wie kann der momentane Kenntnisstand f\u00fcr eine umfangreichere Anarchisierung genutzt werden und wie k\u00f6nnen mit diesem Bewusstsein kollektiv resiliente Strukturen manifestiert werden, um nachhaltig ein gutes Leben in der Polykrise zu erm\u00f6glichen? Welche praktischen Organisierungskonzepte lassen sich - und wenn ja, wie - allgemeiner verbreiten? Wie schaffen wir es dem derzeitigen gesellschaftlichen Diskurs eine gut verst\u00e4ndliche und plausible positive Zukunftserz\u00e4hlung entgegenzusetzen, die auf solidarischem Miteinander aufbaut und Unterschiede als Chance begreift?\r\n\r\nWelche gesellschaftlichen Entwicklungen sind im fortschreitenden Kollaps zu erwarten und welchen Einflu\u00df haben diese auf die Weiterentwicklung anarchistischer Organisierung? Wie k\u00f6nnen wir gut mit dem damit verbundenen emotionalen Stress (z. B. \u00c4ngste und Hoffnungsverlust) umgehen und Resilienz entwickeln? Wie steht uns unsere ansozialisierte Bequemlichkeit dabei im Weg? Was hilft uns in Zeiten zunehmend faschistoider Repression, um weiter arbeiten zu k\u00f6nnen und Gegenentw\u00fcrfe anzubieten? Dazu wollen wir auch einige Erkenntnisse aus der Kollapsbewegung vorstellen und diskutieren.\r\n\r\nWir hoffen, mit der Veranstaltung einige positive Denkimpulse, Inspiration und mehr Klarheit hinsichtlich strategischer F\u00f6rderungen und Forderungen generieren zu k\u00f6nnen.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 81, "code": "MHLVRP", "public_name": "Ulrike Menne", "biography": "Ich blicke auf 35 Jahre Arbeit und Leben in selbstverwalteten anarchistischen Strukturen zur\u00fcck.\r\nWas mit Hausbesetzungen Anfang der 90ger Jahre begonnen hat, ist nun ein Leben auf einem Wagenplatz und eine Arbeit beim selbstverwalteten freien Radio Corax in Halle/Saale geworden.\r\nPolitische Arbeit und politischer Aktivismus zieht sich durch mein Leben. \r\nEin anderes Leben ist f\u00fcr mich nicht vorstellbar.", "answers": []}, {"id": 82, "code": "VZWWVJ", "public_name": "Jens Hunger", "biography": "Selbst st\u00e4ndig Wissen Schaffender", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 90, "guid": "4535fab3-bc32-5288-ab23-539e0374fd3f", "logo": "", "date": "2026-10-31T19:30:00+01:00", "start": "19:30", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-90-back-2-the-future-raus-aus-der-dystopie", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/FCVK87/", "title": "Back 2 the Future \u2013 Raus aus der Dystopie", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Leser*innen von SciFi und Fantasy fragen sich inzwischen regelm\u00e4\u00dfig, ob sie nicht f\u00e4lschlicherweise in ihrer Lieblingsdystopie aufgewacht sind: \u00dcberwachungstechnik und Predictive Policing, manipulierende Algorithmen und und frei-drehende KI-Agenten wollten wir eigentlich nur aus 1984, \u201eSch\u00f6ne Neue Welt\u201c und Minority Report erfahren. Jetzt sehen wir aber, wie Technik entwickelt und teilweise als Heilsversprechen f\u00fcr eine bessere Zukunft verkauft wird. Eigentlich fehlt nur noch der Todesstern, um die Liste abzuschlie\u00dfen. Nun k\u00f6nnten wir die Decke \u00fcber den Kopf ziehen und uns in eine gl\u00fcckliche Fantasy-Welt tr\u00e4umen, in der Ringe vernichtet oder Kinder durch Schr\u00e4nke klettern. Oder wir ertr\u00e4umen uns selbst eine Welt, in der wir die Probleme des Jetzt l\u00f6sen k\u00f6nnen, ob mit oder ohne technische Hilfsmittel sei dahingestellt. Wir wollen daher \u00fcberlegen, wie eine m\u00f6gliche Zukunft aussehen kann und wie man diese mittels einer Zukunftsreise erreichen kann. Dabei suchen wir mit den Teilnehmenden nach den notwendigen Akteuren und Stellschrauben, die f\u00fcr die Erreichung notwendig sein werden. Unser Ziel: Einen (vagen) Fahrplan Richtung Utopia entwickeln.", "description": "Wir bedienen uns der Zukunftsreise. Die Teilnehmenden \u00fcberlegen sich eingangs im Plenum verschiedene Realit\u00e4ten in der Zukunft, die durch aktuelle technologische Entwicklungen\r\nentstehen k\u00f6nnten. Dabei geht es sowohl darum, utopische und dystopische Szenarien einzubeziehen, die in einem sog. Future Cone entstehen. Wir geben im n\u00e4chsten Schritt\r\nfeste Zeitpunkte in der Zukunft und Personengruppen (Alltagsleben, Aktivist*innen, Amtstr\u00e4ger*innen) vor, die in der Aufgabenstellung bedacht werden m\u00fcssen.\r\nDie Teilnehmenden finden sich in Kleingruppen zusammen und \u00fcberlegen, wie sie in einem Punkt in den kommenden 4/16/64 Jahren arbeiten w\u00fcrden: Wie w\u00fcrde ein Demoaufruf in 16\r\nJahren aussehen? Welcher Alltagsgegenstand w\u00e4re in 64 Jahren unerl\u00e4sslich? Was w\u00fcrde in einem Bericht \u00fcber an einen politischen Amtstr\u00e4ger in vier Jahren stehen?\r\nDie Erw\u00e4gungen und Ergebnisse werden im Anschluss im Plenum zusammengef\u00fchrt und verglichen: Wo gibt es Gemeinsamkeiten? Wo sind Kipppunkte, die eine Eskalation\r\nerreichen k\u00f6nnten? Welche Schritte lassen sich besonders f\u00fcr uns ableiten? Bei der Gruppenarbeit sollte darauf geachtet werden, dass sowohl eine Aufgabenvielfalt\r\nherrscht und dass unterschiedliche Jahre bearbeitet werden. Bei drei Gruppen schlagen wir vor, dass alle das Jahr 2042 (wegen FIfFKon42) nehmen und sich dann auf die drei\r\nAufgaben aufteilen.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 80, "code": "HVAZUM", "public_name": "Scherrie", "biography": "Network hei\u00dft f\u00fcr mich mit Menschen reden, und IT ist f\u00fcr mich entweder Computer oder LARP-Con.\r\nIch bin Vorstandsmitglied bei Anoxinon e.V. und arbeite bei der Gesellschaft f\u00fcr Informatik e.V.\r\nPrivat und beruflich versuche ich, die Welt jeden Tag ein bisschen weniger unsicher zu machen: f\u00fcr dich, mich, Unternehmen und \u00f6ffentliche Einrichtungen.", "answers": []}, {"id": 89, "code": "PCJJQX", "public_name": "Stefan Ullrich", "biography": "Stefan Ullrich ist im Ehrenamt Sprecher der Fachgruppe Ethik der Gesellschaft f\u00fcr Informatik und hauptberuflich KI-Erkl\u00e4rb\u00e4r f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 102, "guid": "f9035a28-7294-5313-b5dd-828c29a33004", "logo": "", "date": "2026-10-31T20:30:00+01:00", "start": "20:30", "duration": "01:15", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-102-live-musik-gabis-kleine-kneipe", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/E79N8F/", "title": "Live-Musik: Gabis Kleine Kneipe", "subtitle": "", "track": "Kultur", "type": "Konzert / Musik", "language": "de", "abstract": "Postmoderner Chanson und Gossenbossanova, mit Ankl\u00e4ngen an die goldenen 20er, mit Texten aus dem depressiven fr\u00fchen 21. Jahrhundert, wie Brecht und Ketamin.", "description": "W\u00e4hrend die damaligen Kommilitoninnen von der Kunsthochschule bereits epochale Werke und steile Karrieren hingelegt haben, h\u00e4ngen Gabi und Seba auch Jahre sp\u00e4ter immer noch in Kreuzberg in Gabis Kleiner Kneipe rum und basteln an ihren Scheiterbiografien. Als Duo treten sie \u00fcberall dort in Erscheinung, wo sich Gro\u00dfstadtmelancholie mit dem Geruch von feuchten Kellern mischt, Einheimische mit Wahlberlinern, und Wodka mit Cola -- manchmal sogar auf einer B\u00fchne. An Mikrofon und Gitarre sind die zwei dann ehrlich bem\u00fcht, ihre Auftritte zu einem w\u00fcrdevollen Ende zu bringen. In ihren Liedern geht es nat\u00fcrlich immer um die Liebe, aber auch um die Zukunft des Individualverkehrs, ungesundes Trinkverhalten in der Provinz, die kleinen Ungl\u00fccke des Alltags und die Details einer gelungenen chemischen Abendgestaltung.\r\nDas klingt dann wie postmoderner Chanson und Gossenbossanova, mit Ankl\u00e4ngen an die goldenen 20er, mit Texten aus dem depressiven fr\u00fchen 21. Jahrhundert, wie Brecht und Ketamin.\r\nhttps://www.gabiskleinekneipe.de/", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 96, "code": "L899QC", "public_name": "Gabis kleine Kneipe", "biography": "Die Berliner Band Gabis Kleine Kneipe: https://www.gabiskleinekneipe.de\r\n\r\nGabis kleine Kneipe ist ein zeitloser Ort der verirrte Seelen, Nachtschw\u00e4rmer, finstere, wie leuchtende Gestalten anzieht. Das Trio bestehend aus Sebastian Zimmermann, Kopf und Gypsy Gitarrenheld, Jochen Carls, Virtuose und Schalk am klassischen Kontrabass und Gabriela Lindl, Seele und Stimme am schwingenden Mikrofon. Ihr Sound ist unverwechselbar, einzig und doch l\u00e4sst er an die goldene Zeit in Berlin erinnern. Es sind besondere Kl\u00e4nge, die diese drei Musiker ihrem Publikum er\u00f6ffnen. Von schunkelnden Chansons, angehauchtem 20er Jahre Gef\u00fchl, sanftem Jazz, ist eines sonnenklar, diese Musik ber\u00fchrt, diese Musik l\u00e4sst Schmunzeln, diese Band gleicht kaltem Wodka von der Bar. Bleich gehst du hinein mit roten Wangen kommst du hinaus.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}]}}, {"index": 3, "date": "2026-11-01", "day_start": "2026-11-01T04:00:00+01:00", "day_end": "2026-11-02T03:59:00+01:00", "rooms": {"Delphi Saal": [{"id": 97, "guid": "a916614e-8dd5-5dd7-9e19-97e9ffb17eff", "logo": "", "date": "2026-11-01T09:30:00+01:00", "start": "09:30", "duration": "00:30", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-97-ankommen", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/AZFEKW/", "title": "Ankommen", "subtitle": "", "track": "Pause", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Wiedersehen am Sonntag fr\u00fch mit Kaffee und den besten Keksen der Stadt.", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 102, "code": "LQEBPH", "public_name": "Paula Menzel", "biography": "Paula entwickelt Journalismus f\u00fcr eine Generation, die von klassischen Nachrichtensendungen l\u00e4ngst nicht mehr erreicht wird. F\u00fcr Formate wie \"Atlas\", \"Was die Woche wichtig war\" oder \"ZDF Unbubble\" verbindet sie gesellschaftliche Debatten mit plattformgerechtem Storytelling und einem starken Gesp\u00fcr f\u00fcr digitale Diskurse. 2025 wurde ihre Arbeit bei \"Atlas\" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ihre Themen reichen von toxischen Tiktok-Trends \u00fcber vergessene Krisen bis hin zu Fragen von Identit\u00e4t, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Teilhabe. Dabei setzt sie auf Dialog statt Polarisierung und macht Perspektiven sichtbar, die in klassischen Medien oft fehlen.\r\n\r\nPaula moderiert am Samstag und Sonntag das FIfFKon-Programm.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 75, "guid": "3a279e7d-1c56-5f18-93c4-7b90ee02574c", "logo": "", "date": "2026-11-01T10:00:00+01:00", "start": "10:00", "duration": "00:45", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-75-wege-in-den-wehrhaften-journalismus", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/8H7Q8D/", "title": "Wege in den wehrhaften Journalismus", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Langer Talk", "language": "de", "abstract": "Das Erstarken vom Faschismus und der AfD stellt den Journalismus vor Herausforderungen. 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Aktuelle Zahlen zu Schwachstellen, Cybercrime und Ransomware-Angriffen belegen die Dringlichkeit, ohne dass daraus bislang systematisch Konsequenzen abgeleitet werden. Der Vortrag schl\u00e4gt daf\u00fcr ein partizipatives, dreiphasiges Dialogformat vor (Lagefeststellung, Risikobewertung, prototypische Umsetzung), das auf den Prinzipien Resilienz, Vigilanz und Bottom-up-Innovation beruht und Wissenschaft, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft systematisch zusammenbringt. Die zugrunde liegende Haltung: Resilienz ist keine Ausnahmeaufgabe, sondern gelebte Daseinsvorsorge, die nur durch ge\u00fcbte Praxis, Evidenzbasierung, Subsidiarit\u00e4t und strukturelle Lernf\u00e4higkeit tr\u00e4gt \u2013 Vorbereitung statt Improvisation als Ma\u00dfstab staatlicher Handlungsf\u00e4higkeit. Daraus resultieren Forderungen an Verwaltung, Gesetzgebung sowie Wissenschaft und Praxis, solche Formate zu verstetigen und in verbindliche Standards zu \u00fcberf\u00fchren.", "description": "Zivile Verteidigung ist keine Aufgabe der Streitkr\u00e4fte, sondern eine gesamtstaatliche Aufgabe, die operativ auf kommunaler Ebene entschieden wird \u2013 an einer meist unsichtbaren Voraussetzung: der digitalen Handlungsf\u00e4higkeit der Verwaltung. Die vier Felder ziviler Verteidigung \u2013 Sicherung der Staats- und Regierungsfunktionen, Zivilschutzplanung, Versorgung der Bev\u00f6lkerung, Unterst\u00fctzung der Streitkr\u00e4fte \u2013 sind ohne funktionierende, sichere IT-Systeme nicht erf\u00fcllbar. Diese Abh\u00e4ngigkeit durchdringt alle vier Felder, wird aber selten explizit benannt.\r\n\r\nAktuelle Lagedaten zeigen die Dringlichkeit: t\u00e4glich 119 neue Software-Schwachstellen (+24 % gg\u00fc. Vorjahr), \u00fcber 330.000 erfasste Cybercrime-Delikte und mehr als 1.000 angezeigte Ransomware-Angriffe pro Jahr, durchschnittlich zwei betroffene Kommunen pro Monat, knapp die H\u00e4lfte der KRITIS-Betreiber ohne funktionierendes System zur Angriffserkennung. Diese Zahlen sind gut belegt; ihre strategische Konsequenz f\u00fcr die zivile Verteidigung wird jedoch selten systematisch hergeleitet und noch seltener in tragf\u00e4hige Strukturen \u00fcbersetzt.\r\n\r\nDer Vortrag verbindet zwei Ebenen, die meist getrennt behandelt werden: den sicherheitspolitischen Rahmen ziviler Verteidigung und die Methodik, mit der sich kommunale Resilienz tats\u00e4chlich aufbauen l\u00e4sst \u2013 nicht als einmaliges Projekt, sondern als lernf\u00e4higer, dauerhaft verankerter Prozess.\r\n\r\nIm Zentrum steht ein partizipatives, dreiphasiges Dialogformat, das drei Prinzipien folgt: Resilienz (robuste, anpassungsf\u00e4hige Strukturen, die St\u00f6rungen absorbieren und aus ihnen lernen), Vigilanz (kontinuierliche, systematische Fr\u00fcherkennung statt reaktivem Abwarten) und Bottom-up-Innovation (Einbindung zivilgesellschaftlicher, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Akteure statt rein administrativer Top-down-Planung). Organisiert nach einem Prinzip aus Wissenschaft, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft, durchl\u00e4uft das Format drei Phasen: eine offene Lagefeststellung (Bestandsaufnahme entlang der Dimensionen Infrastruktur, Cyberresilienz, organisationale Resilienz, gesellschaftliche Einbindung und regionale Vernetzung, moderiert in selbstorganisierten Formaten ohne vorab festgelegte Agenda), eine Risikobewertung mit Szenarioplanung (Cyberangriff, langanhaltender Stromausfall, Extremwetter, hybride Bedrohungslagen, bearbeitet in fokussierten Arbeitsgruppen mit dokumentierten Ergebnissen) und eine prototypische Umsetzung (\u00dcbungen, technische Sprints, Kampagnen zur Selbsthilfef\u00e4higkeit), begleitet von einem kontinuierlichen Gremium, das Handlungsoptionen validiert und in Entscheidungsvorlagen \u00fcberf\u00fchrt.\r\n\r\nDer Vortrag vertritt dabei eine klare Haltung: Zivile Verteidigung ist Ausdruck demokratischer Daseinsvorsorge, keine Ausnahmeaufgabe f\u00fcr Krisenzeiten. Resilienz entsteht nicht durch Dokumente, sondern durch ge\u00fcbte, wiederholte Praxis. Sie ist nur dann belastbar, wenn sie evidenzbasiert, partizipativ und subsidi\u00e4r gestaltet wird \u2013 mit Verantwortung dort, wo die Handlungsf\u00e4higkeit tats\u00e4chlich liegt, und mit struktureller Lernf\u00e4higkeit als Prinzip, nicht als Ausnahme. Vorbereitung, nicht Improvisation, ist der eigentliche Ma\u00dfstab staatlicher wie kommunaler Handlungsf\u00e4higkeit.\r\n\r\nZuh\u00f6rende nehmen mit: ein anwendbares Analyse- und Methodenraster (Lagefeststellung, Risikobewertung, Prototyping; offene, selbstorganisierte Workshop-, Arbeitsgruppen- und Gremienformate) zum Aufbau kommunaler Resilienz; empirisch fundierte Referenzen f\u00fcr die eigene Arbeit; sowie ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wie sich Wissenschaft, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft strukturiert und wiederholbar zusammenbringen lassen, unabh\u00e4ngig von einem Einzelfall oder einer bestimmten Institution.\r\n\r\nDaraus lassen sich Forderungen ableiten: An die Verwaltungsebenen \u2013 Verstetigung solcher partizipativen Dialogformate als regul\u00e4res Instrument der Resilienzplanung statt Einzelprojekt. An die Gesetzgebung \u2013 Anschlussf\u00e4higkeit kommunaler Erkenntnisse an verbindliche Sicherheitsstandards. An Wissenschaft und Praxis gemeinsam \u2013 systematische Verzahnung von Bottom-up-Beteiligung und wissenschaftlicher Fundierung, damit aus Einzelinitiativen \u00fcbertragbare Modelle werden.", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 77, "code": "389LYA", "public_name": "Sabine Griebsch / eGouvernante", "biography": "Sabine Griebsch ist Krisenmanagerin (Cyber/IT) sowie Senior Advisor Government Resilience.", "answers": []}], "links": [], "attachments": [], "answers": []}, {"id": 105, "guid": "53cf9f67-61fb-56f3-b9de-a478788ad78e", "logo": "", "date": "2026-11-01T11:30:00+01:00", "start": "11:30", "duration": "00:15", "room": "Delphi Saal", "slug": "fiffkon26-105-flammender-aufbruch", "url": "https://fahrplan.2026.fiffkon.de/fiffkon26/talk/T39VWM/", "title": "Flammender Aufbruch", "subtitle": "", "track": "Programm", "type": "Kurzer Talk", "language": "de", "abstract": "Flammender Aufbruch", "description": "", "recording_license": "", "do_not_record": false, "persons": [{"id": 103, "code": "3MCEFF", "public_name": "Rike Hildebrandt", "biography": "Rike Hildebrandt ist \u00d6konomin mit einem Fokus auf Fragen der Vergesellschaftung im analogen und digitalen Raum. 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